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Pressespiegel 2006

Die Themen:

Die Torte auf der "Peremett"

Engel- und andere Flügel im Industriemuseum Chemnitz ...
   > Freie Presse (27.11.2006)

Engelmusikanten neben der Lok
   > Freie Presse (17.11.2006)

Tonnenweise historische Technik

Passt nicht mehr ins Industriemuseum: Löschzug, Barkas, Drehmaschine ... alles im Depot
   > Blick (25.10.2006)

Das Spielzeug mit dem Punkt

Ausstellung '50 Jahre spielgut' startet am Sonnabend im Industriemuseum
   > Blick (27.09.2006)

Innovation textil

5.500 Besucher in der Textilausstellung
   > Freie Presse (01.11.2006)

Das textile Herz schlägt in Sachsen weiter - Sonderschau
   > Freie Presse (16./17.09.2006)

Ankerpunkt in der Industriekultur Europas

Ehre für ein Chemnitzer Museum
   > Blick (19.07.2006)

Eine Reise in die Vergangenheit

Förderverein des Gymnasiums Einsiedel lud ins Industriemuseum
   > Wochenspiegel (12.07.2006)

Den großen Unbekannten auf der Spur

Schüler erforschen Chemnitzer Unternehmer - Morgen stellen sie Ergebnisse des Wettbewerbs öffentlich vor
   > Freie Presse (01./02.07.2006)

Industriemuseum Chemnitz: Kulisse für sächsischen Unternehmertag

Studie über industrienahe Dienstleistungen in Sachsen vorgestellt - Unternehmer präsentieren vielfältige Leistungsschau - Interessante Fachvorträge und Diskussion zum Thema Mittelstand
   > UV aktuell (7/2006)

Im Industriemuseum trafen sich gestern die Gießer aus der Region

Beim ersten Gießertreffen im Industriemuseum gab es gestern viel Praxis zu entdecken
   > Chemnitzer Blick (02.07.2006)

Museum verrät, was die Glocke geschlagen hat

Eine AusstellungWie aus einem Guss - Über 9.000 Besucher sahen im Industriemuseum bisher die Präsentation einer leistungsfähigen Gierereibranche der Region
   > Freie Presse (14.08.2006)

WEISSGLUT - vom Handwerk zur Hightech-Gießerei
   > Gießerei-Praxis (5/2006)

Ausstellung "WEISSGLUT - vom Handwerk zur Hightech-Gießerei"
   > Freie Presse (27.04.2006)

Auf der Draisine zählt Muskelkraft

Im Industriemuseum wurde gestern ein neues Schmuckstück eingeweiht
   > Chemnitzer Blick (16.04.2006)

Vom Muskelprotz zum Saubermann

Industriemuseum jetzt mit "Motorenwerkstatt"
   > Wochenspiegel (12.04.2006)

Wie Textilien einst entstanden

   > Willkommen aktuell (03/2006)

Zweite Haut mit Silberanteil

   > Freie Presse (21.02.2006)

Julius ist der 200000. Besucher im Industriemuseum

   > Chemnitzer Morgenpost (17.02.2006)

Viertorestädter ist 200000. Gast
   > Neubrandenburger Zeitung (Februar/2006)

Bereit für den großen Maskenball

   > Chemnitz - Erlebnis Stadt (05.02.2006)

Umfangreiches Begleitprogramm zur Sonderausstellung 'Geschmackssachen'

Kochen mit Jochen: Im Industriemuseum versuchen sich prominente Gäste an den Schlemmertrends
   > Freie Presse (10.04.2006)

Wie man in Chemnitz kochte, als es nichts zu essen gab
   > Chemnitzer Morgenpost (21.03.2006)

Gestern im Industriemuseum: Brot und Brötchen auf dem Prüfstand
   > Chemnitzer Blick (05.03.2006)

Zauberten gemeinsam einen wundervollen Abend: Matthias Polster, Rita Müller und Jörg Hahn
   > Chemnitzer Blick (19.02.2006)

Alles in Butter im Industriemuseum - Kinder stellen sich Brotaufstrich im Selbstversuch her
   > Freie Presse (30.01.2006)

Täglich Fleisch ein Muss? Vortrag zu gesundheitlicher Wirkung von Fleisch
   > Wochenspiegel (28.01.2006)

Wie wär's mit einem Museumsbesuch?
   > IKK aktiv + gesund (1/2006)

Technikfreunde proben den Schulterschluss

Museen unter einem Hut - Neuer Freundeskreis gegründet
   > Freie Presse (20.01.2006)

Das Industriemuseum und vier weitere Einrichtungen wollen mit vereinten Kräften und Ausstellungen punkten
   > Freie Presse (18.01.2006)


Die Torte auf der "Peremett"


Engel- und andere Flügel im Industriemuseum Chemnitz ...

Freie Presse vom 27.11.2006

Im Industriemuseum Chemnitz muss man an der großen alten Hartmann-Lokomotive von 1910 vorbei, um gleich nebenan zu den niedlichen kleinen Engeln zu gelangen. Wo die große und schwere Industrie ihre Geschichte feiert mit Maschinerie aller Art, da hakt jetzt das Handwerk ein und bietet feinsten Zierrat - zu sehen ist im Industriemuseum die Sonderausstellung "beflügelt". Sie zeigt das gesamte Engelwesen der Firma Wendt & Kühn Grünhainichen und dazu Spielerei der neueren Art von den beiden Absolventen des Schneeberger Fachbereichs Angewandte Kunst Marcel Kabisch und Hartmut Ringel.
   Die beiden Designer präsentieren hier in Form und Material neuartige Dinge, die dennoch nichts anderes sind als "Spiel- und Tändelkram", wie Grete Wendt ihr Sortiment einst nannte, Ringels metallene Flügelräder in vielerlei Größen und Varianten wirbeln im Traditionswind der erzgebirgischen "Peremetten", federleicht, obwohl aus Metall. Aber sie üben Verrat am bisher monopolisierten Weihnachtszweck und bieten ihren Dreh das ganze Jahr über an, für Mutter- und Vatertag mit Blumen oder Schnaps, für die Hochzeit oder den Geburtstag mit der Torte. "Mit dem Flügelrad durch ´s ganze Jahr" heißt der neue Designer-Slogan. Es geht rund mit dem Spiel- und Tändelkram.
   Die Firma Wendt & Kühn kann, so breit das Sortiment auch ist, mit den Engeln allein ihren Firmenstaat machen. Jene Engelkapelle, die der Madonna zu Füßen musiziert, hat 1937 für Grete Wendt einen großen internationalen Erfolg gebracht, den Grand Prix und die Goldmedaille der Pariser Weltausstellung. Mehr denn je erfreut sich noch heute dieses Arrangement großer Beliebtheit wie alles, was aus den Händen der Grünhainichener Manufaktur kommt. In der Ausstellung ist man zunächst aber verblüfft - die Engelkapelle hat ihr Madonnen-Podium hier nicht, sie ist in schier endlos langer Reihe straff beim Marschieren.
   Durch die Jahrzehnte? Ja, die Firma Wendt & Kühn ist voriges Jahr 90 Jahre alt geworden, die Ausstellung erinnert an so manches Kapitel der Chemnitzer und der erzgebirgischen Industrie- und Wirtschaftsgeschichte. Mit Dokumenten und historischen Erzeugnissen wird belegt, dass die Chefetagen von Großunternehmen wie der Wanderer Werke Chemnitz in den dreißiger Jahren solchen unbändigen Gefallen an den Wendt & Kühn-Figuren fanden, dass sie jahrelang die Weihnachtsgeschenke für ihre Belegschaftsangehörigen in den Grünhainichener Werkstätten bestellten. Auch die Promi-Galerie der Wendt & Kühn-Liebhaber ist hier aufgeführt, man erfährt in der Ausstellung, dass Marlene Dietrich zu ihnen zählte, Helene Weigel auch, immer kam übrigens auch Kreuzkantor Rudolf Mauersberger gern nach Grünhainichen zu Grete Wendt, das schwedische Königspaar umgibt sich mit den Figuren der Firma, der Urwaldarzt und Universalgelehrte Albert Schweitzer hatte in Afrika eine Engelkapelle von Grete Wendt bei sich.
   Man muss sich nicht wundern, der beflügelte Spiel- und Tändelkram ist Lebenskram, alterslos, er ist beflügelnd. Dass man wie nebenbei etwas erfährt, was von Grete Wendts Fertigungsprinzipien und gestalterischen Impulsen für das erzgebirgische Kunsthandwerk ausging, steht dem Industriemuseum überdies gut an. Sie hat die Technologie der Figurenherstellung aus gedrechselten Formen auf den heutigen modernen Standard gebracht und einen völlig neuen, belebten Ausdruck erreicht. Aber Grete Wendt hat auch immer die Manufaktur, das Werkstattprinzip für die Herstellung der feinen Figuren als erste Voraussetzung für hohe Qualität verwirklicht und verfochten. Das ist bis heute so geblieben, zumindest in der Welt des Beflügelten, wie es sich hier zeigt. ...



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Engelmusikanten neben der Lok


Die Firma Wendt & Kühn wird in der Sonderausstellung "beflügelt" des Industriemuseums Chemnitz vorgestellt

Freie Presse vom 17.11.2006

Die Manufakturwerkstätten Wendt & Kühn Grünhainichen werden seit heute im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz vorgestellt. Was aber sollen die zierlichen Engelchen aus Holz in unmittelbarer Nähe mächtiger Dampflokomotiven, Autos, Werkzeug- und Textilmaschinen schon ausrichten? Die Sonderausstellung "beflügelt" in der ehemaligen Gießerei an der Zwickauer Straße führt jedoch tatsächlich Industriegeschichte auch am Beispiel der wohl berühmtesten erzgebirgischen Kunsthandwerkstätte vor und dies auch aus allernächster Nähe.
   Grete Wendt, die die Manufaktur mit Grete Kühn 1915 gegründet hatte, pflegte enge Beziehungen zu den Chemnitzer Wanderer-Werken, nur wenige hundert Meter stadtauswärts vom Museum gelegen, und auch zu anderen Industriebetrieben. Großaufträge in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts verschafften der Firma Wendt & Kühn in der Vorweihnachtszeit viel Arbeit, im Jahre 1935 wurden allein mehr als 6000 Lichterengel als Weihnachtsgeschenk für die Belegschaftsangehörigen der Wanderer-Werke gefertigt. In den folgenden Jahren kamen Figuren wie der Weihnachtsmann, ein Spielzeugmacher und ein Nussknacker hinzu. All diese Geschenke sind als historische Stücke in dieser Ausstellung zu sehen, zum Teil waren sie einmalige Fertigungen.
   Einer, der sowohl diese Exemplare aus dem Effeff kennt als auch die Geschichte dazu, ist der 67-jährige Grünhainichener Karlheinz Börner, der zwar heute eigentlich im Ruhstand ist, der Firma aber immer noch treu bleibt und unter anderem das Archiv verwaltet. Er ist einer von jenen Mitarbeitern der Firma, die in der Ausstellung als Schöpfer dieser Figurenvielfalt vorgestellt werden und er sagt schlicht und einfach zu Wendt & Kühn "meine zweite Heimat." Seine Vorfahren hatten schon hier gearbeitet, er begann mit 14 die Lehre bei Grete Wendt - "ich bin reingeboren". Liebe zu dieser filigranen Handarbeit, Feingefühl beim Montieren und Bemalen - das ist Berufs- und Firmenethos gleichermaßen. Und es ist nun hier in der Ausstellung gut nachzuvollziehen, dass solche Geschöpfe nicht das Resultat industrieller Massenfertigung sein können. Das Werkstattprinzip, die Manufaktur waren von Anfang an Gesetz der Firma, sind es bis heute. Und man kann in dieser Ausstellung auch über beide Gründerinnen allerhand erfahren, die weitaus mehr bekannte Grete Wendt wie auch ihre Studienfreundin Grete Kühn, die bald heiratete und aus den Werkstätten ausschied. Hier sind einige ihrer Schöpfungen zu sehen, bemalte Spanschachteln, die sie dann in einer eigenen Chemnitzer Werkstatt fertigte. Nach der Kriegszerstörung wagte Margarete Kühn verheiratete Lohrisch auf der Augustusburg einen Neuanfang. Die Ausstellung beschränkt sich nicht auf Produkte, sie stellt Menschen vor, die wesentlich die Geschichte des erzgebirgischen Kunsthandwerks prägten.
   Aber die beflügelnde Anschauung der zierlichen Figuren im Kontrast zu den mächtigen ehemaligen Werkhallen und ihrer Industrie-Exponate ist ein besonderes Erlebnis und lädt zum Besuch der Ausstellung unbedingt ein. Und wenn es allein wegen der in langer Reihe postierten Engelkapelle wäre - ein endloser Zug, der nun noch dazu auch der Weihnachtszeit entgegen kommt. ...



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Tonnenweise historische Technik


Passt nicht mehr ins Industriemuseum: Löschzug, Barkas, Drehmaschine ... alles im Depot

Blick vom 25.10.2006

In einer Serie schaut BLICK in die Depots der Chemnitzer Museen. Diesmal öffnete Jörg Feldkamp seine Schatzkiste. Sie ist riesengroß und steht gleich neben dem Ausstellungshaus an der Kappler Drehe. "Unser Depot gehörte von Beginn an zur Planung des neuen Industriemuseums. Es wurde vor einem anderthalben Jahr fertig gestellt. Ohne den Neubau an der Zwickauer Straße würden wir unsere gewaltigen Exponate gar nicht unterstellen können." Wie viele Stücke es genau sind, vermag Feldkamp nicht zu sagen. Aber der Museumschef wartet mit anderen Zahlen auf. "Der Großteil unserer Ausstellungsstücke ist aus Metall. Hier lagern sozusagen etwa 10.000 Tonnen Kulturgut. Beim derzeitigen Schrottpreis macht das einen Materialwert von 1,3 Millionen Euro!" Die Sammlung des Industriemuseums ist die jüngste der ganzen Stadt. Erst seit der Wende tragen die Mitarbeiter und der Freundeskreis die historischen Güter zusammen, eher ungewöhnlich in der Museumswelt. Feldkamp: "Normalerweise gibt es erst eine Sammlung, dann ein Ausstellungshaus dazu. Bei uns nahm die Entwicklung den umgekehrten Verlauf." 3.100 Quadratmeter Fläche bietet das Depot des Industriemuseums. Trotzdem geht es im Neubau eng zu. Kein Wunder, da steht ein gesamter Feuerwehrlöschzug neben einem mit Batterien betriebenen Barkas, ein altes DDR-Maschinensystem neben einer Spitzendrehmaschine für Eisenbahnräder aus dem Jahr 1898. Nur einen Gang weiter "stapeln" sich historische Kinderwagen: "Die gehören zu einer Leihgabe. Die Babykutschen zeigen wir Anfang des kommenden Jahres in einer eigenen Ausstellung. ...


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Das Spielzeug mit dem Punkt


Ausstellung '50 Jahre spiel gut' startet am Sonnabend im Industriemuseum

Freie Presse vom 27.09.2006

Das Angebot in Spielzeuggeschäften ist heute unüberschaubar groß. Ebenso vielfältig sind auch die Ansprüche der Eltern. Sie achten auf Qualität, verwendete Materialien, Verarbeitung oder Aussehen. Zudem soll das Spielzug dem Alter der Kinder entsprechen und ihre Kreativität anregen. Wer da ein passendes Gechenk sucht, steht schnell vor einer nahezu unlösbaren Aufgabe. Eine Orientierungshilfe will jetzt die Ausstellung "50 Jahre spiel gut" bieten, die am Sonnabend im Industriemuseum eröffent wird. Schon seit 1954 vergibt der "spiel gut Arbeitsausschuss Kinderspiel und Spielzeug e. V." ein Gütesiegel. 40 Mitglieder, darunter Pädagogen, Psychologen, Ärzt und Eltern nehmen jährlich etwa 500 Spielzeuge genau unter die Lupe. Den kleinen orangefarbenen Punkt bekommt aber nur, wer bestimmten pädagogischen und gestalterischen Qualitätsanforderungen gerecht wird. "Bei uns wird jetzt ein Querschnitt der ausgezeichneten Spielsachen aus den letzten 50 Jahren zu sehen sein", erklärt Rita Müller, wissenschaftliche Referentin des Industriemuseums. Aber auch Spielzeugmacher aus der Region präsentieren ihre besten Arbeiten. Insgesamt sind so immerhin 200 Exponate zusammen gekommen. "Ausgestellt wird nur Spielzeug, das heute noch hergestellt wird", betont Rita Müller. Die Besucher haben also die Möglichkeit, sich schon einmal Anregungen für Weihnachten zu holen. Bei den lieben Kleinen kommt dabei keine Langeweile auf, denn vor Ort darf auch gespielt werden. Außerdem wird das Figurentheater Chemnitz am 4. November die Ausstellung umrahmen. Auf der Veranstaltung "Die Welt der Puppen" wird ein unterhaltsamer Blick in den Fundus gewährt. ...

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Innovation textil


5.500 Besucher in der Textilausstellung

Freie Presse vom 01.11.2006

Rund 5.500 Besucher sahen die am Montag beendete Sonderausstellung "innovation textil - Aufwind für die Branche" im Industriemuseum. In der vom Bundesforschungsministerium geförderten Schau hatte der Innovation Netzwerk Textil (inntex) Chemnitz sechs Wochen lang auf unterhaltsame Weise 70 Ergebnisse jüngster textiler Forschung und Entwicklung präsentiert. "Es war unsere Absicht, Innovationen aus der einheimischen Textil- und Bekleidungsbranche für das Publikum gut verständlich und - wo immer möglich - zum Anfassen aufzubereiten. Die große Resonanz zeigt, dass dieses Konzept aufgegangen ist", resümierte Inntex-Geschäftsführer Rainer Merkel. Zu sehen waren Medizintextilien, Elektrosmog abwehrende Stoffe, selbstwärmende Anziehsachen, hitzebeständige Arbeitsschutzbekleidung, Textilien rings um das Automobil, Frottierwäsche aus Bambusfasern, leuchtende Teppiche und Jalousien sowie Geotextilien für das Bauwesen. ...


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Innovation textil


Das textile Herz schlägt in Sachsen weiter - Sonderschau

Freie Presse vom 16./17.09.2006

... Was haben die Außenhaut eines ICE, Herzelektroden oder Autobahn-Böschungen mit Textilien zu tun? Eine Sonderschau im Sächsischen Industriemuseum Chmenitz gibt Antowrt auf diese Fragen. Die in Kooperation mit dem INNtex e. V. Chemnitz entstande Ausstellung "innovation textil" - Aufwind für die Branche" ist vom 19. September bis 31. Oktober montags bis donnerstags von 9 bis 17 sowie samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 17 geöffnet. Sie bietet Anlass zum Schauen, Staunen und zum Anfassen. Zu sehen sind u. a. Elektrosmog abwehrende Stoffe, selbstwärmende Bodywear, UV-geschützte Bekleidung, eine textile Leselampe fürs Auto, Frottierwäsche aus Bambusfasern, leuchtende Teppiche sowie supergrobe Geogitter für das Bauwesen.
   Im Begleitprogramm geht es am 26. September um die Malimo-Technologie (18 Uhr). Am 15. Oktober werden von 10 bis 17 Uhr traditionelle Textiltechniken demonstriert. Gruppen bzw. Schulklassen können sich zu Sonderführungen und Praxis-Workshops zur Textilgestaltung anmelden. Für die Herbstferien ist ein spezielles Programm vorbereitet. "Spinning Jenny" ist der Titel einer musikalischen Theater-Collage des Armen Theaters Chemnitz am 20. Oktober, um 20 Uhr ...



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Ankerpunkt in der Industriekultur Europas


Ehre für ein Chemnitzer Museum

Blick vom 19.07.2006

Seit Montag ist es amtlich: Das Chemnitzer Industriemuseum gehört zu den Ankerpunkten der europäischen Industrielandschaft. Diesen Titel verlieh Dr. Robert Datzer, Abgesandter des Vereins Europäische Route der Industriekultur: "Ich freue mich, das Industriemuseum in diesem Kreis begrüßen zu können. Seine einzigartige Ausstellung und die große Besucherresonanz des Hauses zeichnen das Museum aus." Besonders stolz sind natürlich die Chemnitzer Mitarbeiter. Immerhin gibt es gerade einmal drei Ausstellungshäuser in Sachsen, denen eben jene Ehre zuteil wurde. Sprecherin Claudia Wasner: "Die Aufnahme in die Route ist für uns touristisch hochinteresssant. Entsprechende Schilder weisen seit Montag auf die Mitgliedschaft hin." Ebenfalls auf der Route der Industriekultur vermerkt sind das Horch-Museum in Zwickau und das Bergbaumuseum in Knappenrode. ...


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Eine Reise in die Vergangenheit


Förderverein des Gymnasiums Einsiedel lud ins Industriemuseum

Wochenspiegel vom 12.07.2006

... Der Förderverein des Gymnasiums Einsiedel hat all seine Schüler am vergangenen Freitag zur Jahresabschlussfeier erstmals ins Sächsische Industriemuseum Chemnitz eingeladen. Die Industriegeschichte der Stadt Chemnitz sowie das Museum sollte den Gästen mit der Veranstaltung nahe gebracht werden.
   Der Abend stand unter dem Motto "Aben(d)teuer Industriemuseum". Über 1000 Gymnasiasten, Eltern, Geschwister, ehemalige Schüler, Lehrer, ehemalige Lehrer und die Schüler der neuen Klasse 5 nahmen an der Feier teil. Erstmals wurden auch die besten Schüler im Rahmen einer Auszeichnungsveranstaltung mit der "Ehrenmedaille des Gymnasiums Einsiedel" gewürdigt.
   Das Programm begann 19 Uhr. Es garantierte Spannung, Spiel und Unterhaltung in allen Museumsräumen und im Außengelände. Mit großem Eifer und viel Spaß begaben sich die Schüler, ausgerüstet mit Quiz-Bögen, im Museum auf Tour durch die Industriegeschichte Sachsens. Die Siegerklassen konnten sich auf attraktive Preise freuen.
   Zum Glück spielte auch das Wetter mit, so dass auch die Open-Air-Veranstaltung ohne Einschränkungen stattfand. Dazu gehörten Fahrten mit der Draisine, eine Bastelstraße, ein Auftritt der Tanzschule Emmerling und der Start der Wunschluftballons gegen 21.30 Uhr. Imbiss- und Getränkestände, Bäckerei und Eiswagen sowie eine Gulaschkanone sorgten für das kulinarische Wohl der Gäste. Beim Ausschank halfen die Jugendlichen der Schülerfirma.
   Alle Gäste hatten den ganzen Abend über Gelegenheit zum Umschauen, Stöbern, Feiern und Experimentieren an verschiedenen Stationen.
   Mit dem spektakulären Feuerwerk gegen 22.30 Uhr - passend zu Händels Feuerwerksmusik - klang die Nacht des Gymnasiums Einsiedel im Chemnitzer Industriemuseum aus.



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Den großen Unbekannten auf der Spur


Schüler erforschen Chemnitzer Unternehmer - Morgen stellen sie Ergebnisse des Wettbewerbs öffentlich vor

Freie Presse vom 01./02.07.2006

... Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt - so haben sich Eva Schubert und Undine Richter in den vergangenen Wochen gefühlt. Sie erlebten ein Wechselbad der Gefühle, bei dem Freude und Enttäuschung Hand in Hand gingen.
    Die Gymnasiastinnen beteiligen sich an einem Wettbewerb, bei dem Schüler unbekannte Chemnitzer Unternehmer aus der Vergangenheit erforschen. Drei Wochen lang hatten die zehn Teams Zeit, um Informationen zu sammeln und eine Präsentation zu erstellen. Morgen stellen sie ab 14 Uhr im Industriemuseum ihre Ergebnisse vor.
   Per Los hatte sich entschieden, welche Gruppen welche Persönlichkeit ergründen sollte. Eva Schubert und Undine Richter zogen Hermann Pöge. Dass er 1875 der Gründer der ältesten elektrotechnischen Firma Sachsens, der Chemnitzer Telegrafenbauanstalt, war und zum Beispiel in Mittweida das erste Stromnetz installierte, wussten die beiden 16-jährigen damals nicht. "Wir hatten den Namen noch nie gehört", erzählt Eva Schubert. Also taten sie das, was ihnen naheliegend erschien: Sie schauten ins Internet. "Aber dort war kaum etwas zu finden. Es war ein bisschen deprimierend."
   Also griffen die Freundinnen auf althergebrachte Quellen zurück. Statt sich im Freibad zu sonnen, gingen sie ins Stadtarchiv, ins Rathaus, in die Universitätsbibliothek und ins Staatsarchiv. Zudem durchstreiften sie die Stadt auf der Suche nach baulichen Überresten des Unternehmens. "Bald hatten wir viele Informationen über die Firma", berichtet Undine Richter. "Aber wir sollten auch ein Porträt über den Menschen erstellen."
   An dieser Stelle wurde es richtig schwierig. Selbst ein Besuch bei den Stadtwerken, "weil Hermann Pöge ja etwas mit Elektrotechnik zu tun hatte", erbrachte nichts. Fanden sie alte Unterlagen, hatten sie oft Schwierigkeiten, diese zu entziffern. Die meisten waren in altdeutscher Schrift per Hand geschrieben und offenbar permanent ergänzt worden. Doch wie ein Puzzle setzte sich Teil um Teil zusammen. Spaß habe es gemacht, sind sich die Beiden einig.
   Betreuerin Claudia Storch ist begeistert von ihren Schützlingen. "Die Schüler haben tolle Ideen und gehen mit viele Ehrgeiz an ihre Aufgabe", freut sich die Studentin. "So sehen sie, dass sie stolz sein können auf ihre Stadt." Der Wettbewerb war von Studenten der TU Chemnitz ausgeschrieben worden. Er ist Teil ihres Projektes "Unternehmer im Wandel" innerhalb des bundesweiten Projektwettbewerbs Herausforderung Unternehmertum. Die Ergebnisse werden in einer Ausstellung im Industriemuseum gezeigt.



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Industriemuseum Chemnitz: Kulisse für sächsischen Unternehmertag


Studie über industrienahe Dienstleistungen in Sachsen vorgestellt - Unternehmer präsentieren vielfältige Leistungsschau - Interessante Fachvorträge und Diskussion zum Thema Mittelstand

UV aktuell 7/2006

... Nach der Mittagspause und der Möglichkeit, die Dauerausstellung des Museums zu besichtigen, nutzte UV-Präsident Hartmut Bunsen die Leistungsschau sächsischer Firmen, sich über deren vielfältige Angebote zu informieren. Im Anschluss daran bedankte er sich bei Museumsdirektor Dr. Jörg Feldkamp für die Unterstützung bei der Vorbereitung des Unternehmertages und betonte, dass man im Industriemuseum hatunah erleben könne, was deutsches Forschertum und sächsische Ingenieure für bahnbrechende technische Leistungen in der Vergangenheit vollbracht hätten ...


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Im Industriemuseum trafen sich gestern die Gießer aus der Region


Beim ersten Gießertreffen im Industriemuseum gab es gestern viel Praxis zu entdecken

Chemnitzer Blick vom 02.07.2006

... Als das Chemnitzer Industriemuseum vor drei Jahren in das Gebäude einer ehemaligen Gießerei einzog, freuten sich die Gießer der Region. Doch ihre Hoffnungen auf eine gehobene Präsenz der Geschichte ihres Berufsstandes wurden damals nicht erfüllt. Mit der Sonderausstellung "WEISSGLUT - Vom Handwerk zur Hightech-Gießerei" wird das jetzt nachgeholt. Gestern setzte das Industriemuseum noch eins drauf und lud ein zum ersten Gießertreffen. Da war Fachsimpeln angesagt. Die Geschäftsführer bedeutender Gießereien der Stadt mischten dabei kräftig mit. "Wir haben in den letzten Jahren schon viel in Bildung investiert", erzählt Alfred Schoo, Chef der Flender Guss GmbH. "Aber die Umformtechnik braucht in Zukunft noch mehr junge Leute aus dem Maschinenbau, die sich fürs Gießen begeistern." Kein Wunder, denn allein 500.000 Tonnen Guss kamen 2005 aus Mitteldeutschland - Tendenz steigend. In dem Vortrag von Professor Rüdiger Bähr erfuhren die Besucher mehr über den sensationellen Fund des letzten Jahres. "Der Archäologe Gösta Ditmar-Trauth fand unter einer Magdeburger Kirche, die im Jahr 1280 gebaut wurde, mittelalterliche Gussformen", erzählt der Professor. "Darunter wahrscheinlich auch die älteste gegossene Schachfigur Europas."
   Am praktischen Beispiel zeigten die Gießer-Azubis Daniel Fuchs und Mike Baumgartl gestern den Besuchern im Industriemuseum, wie umfangreich die Vorbereitungen für eine perfekte Gussform sind - jedenfalls haben sie das versucht. Alteingesessenen Gießern konnten sie nämlich nicht verheimlichen, dass sie sich noch im ersten Jahr ihrer Ausbildung befinden. Mit Rentner Immo Schreiter hatten die Jungs einen besonders harten Brocken vor sich. Denn der gelernte Gießer war früher selbst Ausbilder und ließ es sich schließlich nicht nehmen, an der Gussform Hand anzulegen. Die angesetzte Schauvorführung glich am Ende einer Quiz-Sendung, bei der die Azubis nur noch den Hut vor so viel Kompetenz ziehen konnten. "Das ist unser Immo in seinem Element", tönte es unisono aus dem Kreise der Schaulustigen. Da hatten es Frank Schröder und Gerd Magofsky etwas einfacher. Sie vertraten gestern ihre Klubgemeinschaft sächsischer Zinnfigurenfreunde und ließen den Charme der alten Figuren wieder aufleben. "Da Zinn das Metall mit der niedrigsten Schmelztemperatur (235° C) ist, bot es sich früher als idealer Stoff zur Spielzeugherstellung an", erzählt Frank Schröder."



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Museum verrät, was die Glocke geschlagen hat


Wie aus einem Guss - Über 9.000 Besucher sahen im Industriemuseum bisher die Präsentation einer leistungsfähigen Gierereibranche der Region

Freie Presse vom 14.08.2006

... Das Chemnitzer Industriemuseum ist ein passender Ort für eine Ausstellung zur Geschichte und Gegenwart der Gießereiindustrie: Denn der rote Backsteinbau beherbergte ein Jahrhundert selbst eine Gießerei. 1982 erfolgte an der Zwickauer Straße der letzte Abguss.
   Und Joachim Heppe, der mit der Arbeitsgruppe Gießerei vom Förderverein Industriemuseum die Ausstellung oganisierte, war in dem Werk der "Rudolf-Harlaß-Gießerei" viele Jahre als Ingenieur tätig, bis er Anfang der 1980iger Jahre den Neubau der Gießerei in Wittgensdorf vorbereitete. Für ihn ist der Guss das Rückgrat der Industrie. "Ob Maschinen, Porschemotor, Laptop oder ICE-Laufrad - überall finden sich Gusstele", erzählt Heppe beim Rundgang.
   Deshalb entstanden mit dem Aufschwung des Maschinenbaus um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in Chemnitz etwa 40 Gießereien mit über 30 Kupolöfen, von denen einer im Querschnitt in der Ausstellung zu sehen ist. Doch nicht nur Exponate aus der Gießereigeschichte sind zu entdecken, sondern die Gießereiindustrie der Region präsentiert sich als eine moderne und leistungsfähige Branche, die im Osten 2005 um 12 Prozent zulegen konnte. Für den Förderverein ist es ein wichtiges Anliegen der Ausstellung, Schüler für einen technischen Beruf zu interessieren. Die Chemnitzer Gießereien wie Flender Guss Wittgensdorf, Trompetter-Guss, die Metall-Gießerei Chemnitz und Ermafa-Guss beispielsweise haben laut Heppe derzeit insgesamt etwa 1.000 direkt Beschäftigte und einen Produktionsausstoß von nahezu 75.000 Tonnen im Jahr. Wir breit die Palette möglicher Gusserzeugnisse sein kann, zeigt die Ausstellung eindrucksvoll. Denn da steht eine über neun Tonnen schwere Rotornabe für ein Windkraftwerk aus Meuselwitz direkt neben einem nur wenige Millimeter großen Gussteil: ein medizinisches Ohrimplantat aus Titan der Neukirchner Firma Präzisionstechnologie. Und wie aus Guss Kunst entstehen kann, zeigen Werke des Chemnitzer Künstlers Erik Neukirchner.
   Männer aus Nürnberg und Stuttgart, die am Wochenende per Motorrad in Sachsen auf Stippvisite in Fahrzeug- und Industriemuseen waren, sind von der Schau begeistert. "Super", lobt Jürgen Gräfe. Der Nürnberger hat eine besondere Beziehung zur Chemnitzer Industriegeschichte. Sein Großvater William gründete die Rottluffer Schleifscheibenfabrik, die im vergangenen Jahr 100 Jahre alt wurde. Auch die jüngeren Besucher staunen: Der kleine Sohn von Frank Irmisch zieht seinen Vater zur Windradnabe. Das große Interesse ist für den Verein der schönste Erfolg der Ausstellung.



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Museum verrät, was die Glocke geschlagen hat


WEISSGLUT - vom Handwerk zur Hightech-Gießerei

Gießerei-Praxis 5/2006

... Von Glocken-, Kanonen- über den Kunstguss bis zur tonnenschweren Windkraftwerks-Rotornabe und Hightech-Rapid Prototyping präsentiert sich die mitteldeutsche Gießerei als moderener Industriezweig mit reicher Geschichte und Tradition vom 17. Juni bis 3. September 2006 im Industriemuseum Chemnitz.
   Das Industriemuseum nutzt die restaurierten Fabrikhallen einer ehemaligen Gießerei für seine Ausstellungen. Vor 125 Jahren wurde die erste Gießerei auf dem heutigen Museumsgelände gegründet.
   In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Gießereiverband e. V., Landesverband Ost; dem Gesamtverband Detuscher Metallgießereien, Landesgruppe Ost; dem Verein Deutscher Gießereifachleute, Landesgruppe Mitteldeutschland, und dem Gießerei-Institut der TU Bergakademie Freiberg entsteht eine Schau, die aktuelle Trends in der Branche darstellt. Parallel dazu werden die Traditionslinien erhellt und zum Beispiel die ältesten Gussstücke Mitteldeutschlands, darunter ein neolithischer Kupfermeißel, präsentiert.
   Technologie und Technik des Gießens werden allgemeinverständlich präsentiert, nicht zuletzt um bei der Jugend Interesse an einschlägigen Ausbildungs- und Studiengängen zu wecken. Schauvorführungen und Mitmachangebote sowie ein Begleitprogramm mit Traditionstreffen, Vorträgen und Betriebsbesichtigungen erwarten die Besucher.
   Schirmherr der Sonderschau ist Herr Walter Christian Steinbach, Regierungspräsident Leipzig.
   Projektverantwortlicher: Achim Dresler, Sammlungsleiter, fon: 0371 3676-135, email: dresler@saechsisches-industriemuseum.de



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Museum verrät, was die Glocke geschlagen hat


Ausstellung "Weißglut - vom Handwerk zur Hightech-Gießerei"

Freie Presse vom 27.04.2006

Die Ausstellung "Weißglut - vom Handwerk zur Hightech-Gießerei" wirft im Industriemuseum mit zwei gewichtigen Exponaten, die jetzt angeliefert wurden, ihre Schatten voraus. Neben dem Bauteil einer Windkraftanlage gehören drei Eisenglocken der St.-Christopheri-Kirche Hohenstein-Ernstthal, gegossen 1920 in Apolda, zu den schwersten Stücken. Sie wurden 2002 durch bronzene Glocken aus Lauchhammer ersetzt. Am Beispeil von 1540 Exponaten aus 30 Gießerein erhalten die Besucher ab Juni eien Einblick in die Welt eines uralten Industriezweiges, der auch Chemnitz in der Zeit der Industrialisierung sein Gepräge gab. ...


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Auf der Draisine zählt Muskelkraft


Im Industriemuseum wurde gestern ein neues Schmuckstück eingeweiht

Chemnitzer Blick vom 16.04.2006

Wer sich nach dem langen Winter gern sportlich betätigen möchte, kann das jetzt immer samstags von 13 bis 16 Uhr im Industriemuseum tun. Gestern nämlich wurde die neueste Errungenschft des Museums - eine Handhebeldraisine - eingeweiht. Verbunden mit einem kleinen Kinderfest strömten Besucher herbei, die sich dann auch gleich an der Draisine versuchten. "Stuntman haben es sogar geschafft, eine Geschwindigkeit von 45 km/h zu erreichen", erzählt Vorführer Frank Schröder. Ganz so schnell war das gestrige Publikum dann nicht. Aber in ungefähr fünf Minusten kann die Strecke hinter dem Museum gut bewältigt werden. Der Nachbau dieses preußischen Modells wurde übrigens in Polen gefertigt. "Finanzielle Erwägungen sind dafür nur ein Grund. Zum anderen hat uns dort einfach die Optik besser gefallen", so Frank Schröder. Eingesetzt wurden Draisinen ursprünglich auf Neben- und Kurzstrecken im Eisenbahnbetrieb. Schröder: "Die Strecke vom Bahnhof Mitte bis zur Fettchemie auf der Neefestraße wurde beispielsweise so befahren." Die Idee mit der Draisine ist nicht mehr neu. Schon seit ein paar Jahren wollten de Verantwortlichen so ein Schmuckstück fürs Museum. Nachdem nun die alte Lok stillgelegt wurde, war die Zeit dafür reif. ...


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Vom Muskelprotz zum Saubermann


Industriemuseum jetzt mit "Motorenwerkstatt"

Wochenspiegel vom 12.04.2006

Wissen Sie, wie ein Motor oder Katalystor von Innen aussieht? Suchen Sie Alternativen zum teuren Benzin? Seit Samstag gibt es dazu Antworten im Industriemuseum. An diesem Tag eröffnete die Einrichtung einen neuen Teil der Dauerausstellung: die "Motorenwerkstatt".
   Motorentechnik besitzt in unserer Region eine lange Tradition. Mit ausgewählten Exponaten präsentiert das Museum künftig die Klassiker von gestern, nämlich Verbrennungsmotoren von Wanderer, DKW, Barkas und Sachsenring sowie Wankel-Motoren. Im Vergleich folgt die ausgefeilte Motrentechnik von heute, die Kraftstoff spart und die Umwelt schont. Dazu gehören topaktuelle Motoren von VW Chemnitz, Einspritztechnik, Katalysatoren und Partikelfilter. Abschließend werden Alternativen für Kraftsoffe und Antriebe gezeigt: SunDiesel aus Freiberg, eine Brennstoffzelle als Funktionsmodell, Hybridantrieb und mehr. Im Fahrzeugdepot nebenan finden die Besucher außerdem mehrere Elektrofahrzeuge und einen Versuchstrabant mit Diesel. Eine Fläche für museumspädagogische Aktionen ist integriert, ein Montagebock für Motoren zum Basteln gehört zur Ausstattung. Die Exponate sind teils als Schnitt- und Explosionsmodelle anschaulich aufbereitet, teils beweglich und werden ausführlich erklärt. Anregungen und wesentliche praktische Hilfe kamen aus dem Förderverein Industriemuseum Chemnitz e. V. sowie von weiteren ehrenamtlichen Helfern aus dem Umfeld der IAV GmbH Chemnitz. ...



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Wie Textilien einst entstanden


Willkommen akutell 03/2006:

Textile Produkte begegnen uns immer wieder: Bei unserer Kleidung, im Wohnbereich, im Auto oder im High-Tech-Bereich bei der Herstellung von Baumaterialien und Kunststoffen. Die Textilstraße im Chemnitzer Industriemuseum zeigt besonders anschaulich die Entstehung eines Textilproduktes und die Vielzahl der dazu erforderlichen Arbeitsschritte. Die Ausstellung spannt den Bogen von den Anfängen der Industrialisierung bis hin zu den technischen Entwicklungen der heutigen Zeit. Sachsen gilt als Wiege der Textilindustrie und des Maschinenbaus. Seit mehr als 150 Jahren prägen diese Wirtschaftszweige unsere Region. Besonders Chemnitz ist für seine Entwicklungen in der Textilverarbeitung weltweit bekannt. Dafür sorgten innovative Produkte und ein hoher Qualitätsstandard, die dem Vergleich mit dem englischen Vorbild standhielten. Nicht ohne Grund bezeichneten die Zeitgenossen schon Mitte des 19. Jahrhunderts Chemnitz als das "Sächsische Manchester". Natürlich hat das Industriemuseum noch weit mehr zu bieten: Zum Beispiel eine einzigartige Sonderausstellung. Unter dem Motto "Geschmackssachen" sind noch bis 17. April die Konsum- und Essgewohnheiten der Deutschen veranschaulicht. ...


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Zweite Haut mit Silberanteil


Freie Presse vom 21.02.2006:

Studentinnen der Angewandten Kunst aus Schneeberg präsentierten gestern im Chemnitzer Industriemsueum neu entwickelte Funktionswäsche für Sport, Freizeit und Beruf mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Die fantasievollen Entwürfe für den Chemnitzer Wäschehersteller Teha Textil GmbH entstanden im Schneeberger Bereich der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Das für die Wäsche verwendete Gestrick besteht aus Baumwolle mit einem Silberanteil. Das Zusammenwirken beider Materialien in dem Spezialgarn soll eine antibakterielle Wirkung entfalten und positive Effekte bei Hautleiden, Herz- und Kreislauferkrankungen bringen. ...


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Julius ist der 200000. Besucher im Industriemuseum


Chemnitzer Morgenpost vom 17.02.2006:

"Das ist ja komisch hier", staunte der kleine Julius. Als der Achtjährige gestern mit Papa Tino Zimmermann das Industriemuseum betrat, standen plötzlich Bürgermeisterin Heidemarie Lüth, Museums-Chef Jörg Feldkamp und Wolfram Hoschke vom Förderverein vor den beiden. Sie überraschten Julius mit Blumen und Geschenken, denn er ist der 200000. Museumsbesucher. "Wir kommen aus Neubrandenburg und besuchen hier eine Freundin", erzählt Vater Tino. Einen Vorteil hatte der ganze Trubel allerdings für den Jubilar. Er durfte mit Museums-Chef Jörg Feldkamp hinter die Absperrrung der großen Dampfmaschine klettern und sie sich gaaaaanz aus der Nähe ansehen. ...


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Viertorestädter ist 200000. Gast


Neubrandenburger Zeitung vom Februar/2006:

... Der acht Jahre alte Julius Zimmermann aus Neubrandenburg ist der 200000. Gast des Sächsischen Industriemuseums in Chemnitz seit Öffnung des Hauses im April 2003. Der Schüler und sein Vater hatten gestern einen Urlaub genutzt, um die Ausstellung über Sachsens Industriegeschichte zu besuchen, teilte das Museum mit.


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Bereit für den großen Maskenball


Chemnitz - Erlebnis Stadt vom 05.02.2006:

Das Chemnitzer Industriemuseum an der Kappler Drehe lädt alle Kids zur fröhlichen Feriengestaltung ein. Am 15. und am 22. Februar können die Besucher "Partyspaß ganz ohne Alkohol" erleben. Jeweils von 14 bis 16 Uhr gibt es fachkundige Anregungen zur Herstellung lustiger Faschingsmasken. Im Rahmen der Sonderausstellung "Geschmackssachen - Ernährung im Konsumzeitalter" lernen die Jungs und Mädels außerdem die Zubereitung alkoholfreier Getränke. Schließlich sollten Mixgetränke auf keiner Faschingsparty fehlen. Die Cocktails werden natürlich vor Ort verkostet. Und auch die Faschingsmasken dürfen die Kinder behalten. Für Gruppen können zu den oben genannten Terminen weitere individuelle Treffen vereinbart werden. ...


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Kochen mit Jochen: Im Industriemuseum versuchen sich prominente Gäste an den Schlemmertrends

Freie Presse vom 10.04.2006:

Wer zum Freitag Abend zum Essen ausgeht, will normalerweise nicht selbst in der Küche wirken. Beim besonderen Abend unter dem Thema "Schlemmertrends 2006" im Industriemuseum war das anders.
   Das Vier-Gänge-Menü - vor den Augen der Gäste zubereitet - gab es nicht einfach so. Unter dem Motto "Kochen mit Jochen" waren die Gäste gefordert: Je nach Platznummer musste man Spargel schälen, Morcheln füllen, die Suppe rühren oder eben einfach nur nachmachen, was Chefkoch Jochen Brückmann anwies. Und so wunderten sich Sängerin Annett Putz und Tanzlehrerin Martina Dreischarf erst einmal, wie denn die Putenpaste durch den schlanken Hals der Spitzmorchel passen soll. Noch mehr wunderte sich Ehemann Mirko Dreischarf. Denn bei Dreischarfs schwingt der Mann Messer, Kochlöffel und Gewürzmühle. "Das ist doch viel zu eng", schüttelte Martina Dreischarf energisch den Kopf. Doch der Tanzlehrerin und der Sängerin gelang das Gesellenstück: Mit Spritzbeuteln jagten sie die Paste in die zarten Pilzkörper. Derweil hatten Rita Müller und Mediziner Steffen Tröger gemeinsam die Spargelsuppe vor dem Anbrennen zu retten. Für Kardiologe Tröger eher nicht so berauschend: "Ich koche nur, wenn meine Frau krank ist, schwer krank", verriet er. Dafür hatte Tröger keine Angst vor dem Hummeressen, den er schon aus der Schale und ohne Schale in der Öffentlichkeit probiert hat.
   Andreas Richter vom gleichnamigen Gartenfachmarkt hatte für den Abend schon mal geprobt. "Vor drei Wochen war ich zu einem reinen Männerkochkurs", gestand er. Aber auch Andreas Richter überlässt sonst das Kochen seiner Frau.
   Die Idee für den Abend wurde von Rita Müller, Projektverantwortliche im Industriemuseum, an Mirko Dreischarf von der "Fun-Tanzschule Emmerling" herangetragen. "Ich hatte innerhalb der Sonderausstellung Geschmackssachen die Vorstellung, hier auch etwas dazu zu veranstalten, wie Speisen zubereitet werden und wie man isst", erklärte sie. Die Tanzschule übernahm die Organisation, das Renaissance-Hotel trat für den gastronomischen Part an. ...



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Wie man in Chemnitz kochte, als es nichts zu essen gab

Chemnitzer Morgenpost vom 21.03.2006:

... Aus Unkraut wurden Hauptgerichte: In der schweren Zeit nach dem Krieg machte Not erfinderisch. Die Autorin Rosemarie Köhler hat alte Nachkriegsrezepte gesammelt. Heute liest sie im Chemnitzer Industriemuseum aus dem "Sächsischen Notkochbuch".
   "Nach 1945 war alles rationiert", sagt Rosemarie Köhler. Wer einen Garten hatte, war schon besser dran. "Was wir heute Unkraut nennen, ist fast alles essbar. Selbst junger Farn", sagt sie. Weil es Fett, Fleisch, Zucker und Sahne nicht gab, galten die alten Kochbücher nicht mehr. "Damals hat man oft mit dem Begriff 'falsch' gearbeitet." Falsches Marzipan, falsche Schlagsahne. "Die Erwachsenen wussten zwar noch, wie Schlagsahne schmeckt", Kinder jedoch verstanden darunter steif geschlagenen Stachelbeersaft oder eingeweichtes und geschlagenes Roggenschrot. "Auch Aromen waren eine wichtige Zutat der Nachkriegsküche", sagt Rosemarie Köhler. Besaß man schon nicht die echten Zutaten, wollte man wenigstens deren Geschmack. "Da gab es richtige Läden für künstliche Aromen."
   Das Notkochbuch ist nicht nur eine Rezeptesammlung. Auch Zeitzeugen kommen zu Wort: Ehemalige Kochlehrlinge berichten von ihrer skurrilen Ausbildung, die oft nur theoretisch stattfand. Doch gerade zu Festtagen sollte etwas Besonderes auf den Tisch. Etwa die "Falschen Marzipan-Ostereier" ... Die reicht Rosemarie Köhler auch auf dem "Hungerbuffet" im Rahmen ihrer Lesung. Wer auf den Geschmack gekommen ist: Mehr von "Bemme mit Sirup und Quarkkeulchen ohne alles. Das Sächsische Notkochbuch" gibt es um 19 Uhr im Industriemuseum. Eintritt: 4 Euro. ...



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Gestern im Industriemuseum

Brot und Brötchen auf dem Prüfstand

Chemnitzer Blick vom 05.03.2006:

Wissen Sie, wie ein perfektes Brötchen aussehen und schmecken soll? Für die einen muss es braun und knusprig sein, die anderen mögen es eher hell. Das allein zeigt schon, wie schmwierig eine Beurteilung sein kann. Für Michael Isensee ist das hingegen kein Problem. In ganz Deutschland gibt es drei Brotprüfer; er ist einer davon. "Wir beurteilen Form und Aussehen, Kruste, Krume, Geruch und Aroma nach festgelegten Kriterien", erklärt der Fachmann. Gestern nahm er Chemnitzer Backwaren im Industriemuseum zur öffentlichen Brot- und Brötchenprfüfung genau unter die Lupe. Herr Isensee roch und schmeckte sich ganze vier Stunden durch die Erzeugnisse heimischer Bäckermeister und fand sie alle ganz lecker. "Die öffentliche Brotprüfung gibt es in Chemnitz bereits seit 15 Jahren", erzählt Obermeister Wolfgang Meyer. Von den 70 Innungsbetrieben stellten sich 18 mit ihren Produkten dem Prüfer und den zahlreichen Besuchern.
   Auch Reinhard Lötzsch war mit jeweils vier Brot- und Brötchensorten ins Museum gekommen: "Für uns ist diese Prüfung zwar eine Qualitätskontrolle. Wir können uns aber auch so manche Anregung mit in die Backstube nehmen." Haben die Brote oder Brötchen ihre Prüfung bestanden, winkt noch ein Diplom der Innung. ...



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Zauberten gemeinsam einen wundervollen Abend

Matthias Polster, Rita Müller und Jörg Hahn

Chemnitzer Blick vom 19.02.2006:

Am Freitagabend ging es im Industriemuseum richtig edel und elegant zu. Caterer Matthias Polster und Jörg Hahn, Verkaufsleiter beim sächsischen Staatsweingut Schloss Wackerbarth, hatten zur ersten Chemnitzer Sektnacht eingeladen. Es wird ein prickelnd stimmungsvoller und anregender Abend, versprachen die Organisatoren vorher. Stimmt.
   Ich sag nur: frische Austern, Champagnerschaumsauce, Zungenragout, Madeiragelee, Rehrücken, Sektgelee ... Insgesamt sieben Gänge konnten die etwa 60 Gäste genießen. Ich plauderte mit IKEA-Chef Raymond Döring, ARGE-Geschäftsführer Hans-Jürgen Richter, Stadtwerke-Vorstand Uwe Barthel, Herrenausstatter Kart-Heinz Schilling ... Nur einer fehlte: Museumschef Jörg Feldkamp. Der Arme lag krank zu Hause. Bestens vertreten wurde er aber von seiner Mitarbeiterin Rita Müller, die schon als Projektleiterin der aktuellen Sonderschau "Geschmackssachen" zeigte, was in ihr steckt.



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Alles in Butter im Industriemuseum

Kinder stellen sich Brotaufstrich im Selbstversuch her

Freie Presse vom 30.01.2006:

... Viele Familien mit Kindern nutzten gestern im Chemnitzer Industriemuseum die Gelegenheit, beim Aktionstag "Von der Milch zur Butter" zu testen, wie aus Rahm ein goldgelber Brotaufstrich wird. Denn klarer Fall: Butter kennt jedes Kind - aber nur aus dem Supermarkt. Wie sie selbst hergestellt wird, ist für die Steppkes von heute ein böhmisches Dorf. Doch die Chemnitzer lassen sich nicht unterbuttern: Zur Ausstellung "Geschmackssachen", die im Industriemuseum zu sehen ist, ging's deshalb gestern zur Sache.
   "Schmeckt fast so gut wie Frischkäse", meinte jedenfalls Markus Berger und biss nochmals genüsslich in die Schnitte, die sich der sechsjährige Besucher des Industriemuseums gerade mit seiner selbst hergestellten Butter bestreichen lassen hatte. Doch vor dem Genuss stand für ihn zunächst die Arbeit. Die Sahne musste per Handmühle in Buttermilch und Butter verwandelt werden. Das Gerät aus Uromas Zeiten sah wie eine Zucker- oder Salzdose aus, auf deren Deckel sich ein Zahnradgetriebe mit Handkurbel befindet. Wird an der Kurbel gedreht, so setzt sie eine Mechanik in Gantg, an ... befestigt ist. Das kreisförmige Quirlen sorgt so für die Entstehung von Butter.
   "Durch das kräftige Rühren werden Fett und Wasser voneinander getrennt", macht Jürgen Szajny vom Deutschen Landwirtschaftsmuseum aus Blankenhain den Vorgang klar. Seine Einrichtung hatte den spannenden Erlebnistag im Chemnitzer Industriemuseum nicht nur angeregt, sondern auch alle Geräte dafür zur Verfügung gestellt. Dazu gehörte auch eine tischartige Konstruktion, an deren Plattenrand ein künstliches Euter mit vier Gummizitzen befestigt war. "Dieses Euter wird heute noch für Schulungszwecke genutzt", erklärte Szajny und zeigte kurz, wie das im Euter befindliche Wasser in den darunter stehenden Eimer kommt. "Na ja, wir haben Wasser statt Milch genommen, weil man ja nicht mit Nahrungsmitteln spielt", scherzte der Museumspädagoge.
   Jasmin Bilz verließ sich lieber auf das Buttern. "Das habe ich noch nie gemacht", sagte die neunjährige Besucherin. Mutter Gabi war von der Form des musealen Erlebnisangebotes für Kinder und Erwachsene begeistert: "Eine wirklich schöne Sache, zumal im Museum auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt."



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Täglich Fleisch ein Muss?

Vortrag zu gesundheitlicher Wirkung von Fleisch

Wochenspiegel vom 28.01.2006:

... Am 1. Februar, 19 Uhr, laden Industriemuseum, Sächsischer Fleischerinnungsverband, IKK Sachsen und die Centrale Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) zu einem Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion in das Chemnitzer Industriemuseum ein. Zu Gast ist der Ernährungswissenschaftler und Autor, Dr. Nicolai Worm. Der Vortrag gehört zum Begleitprogramm der Sonderausstellung "Geschmackssachen - Ernährung im Konsumzeitalter".
   Die Qualität des Essens hat zentralen Einfluss auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Glaubt man den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, reichen drei Fleischmahlzeiten und maximal 150 Gramm Wurst pro Woche völlig aus. Dr. Nicolai Worm hat sich mit dem "Grundnahrungsmittel" Fleisch intensiv auseinander gesetzt. In seinem Vortrag "Täglich Fleisch - Auch der Mensch braucht eine artgerechte Ernährung" konfrontiert er das Publikum mit verschiedenen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur gesundheitlichen Wirkung von Fleisch. Er setzt sich auch kritisch mit BSE und anderen Problemen rund um den Fleischverzehr der jüngeren Vergangenheit auseinander.
   Ein Themenabend für alle, die sich bewusst ernähren wollen. Der Eintritt ist frei.



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Wie wär's mit einem Museumsbesuch?

IKK aktiv + gesund 1/2006:

Noch bis zum 17. April können Sie die Ausstellung "Geschmackssachen - Ernährung im Konsumzeitalter" besuchen. Das Industriemuseum Chemnitz "serviert" in einer Sonderausstellung Interessantes, Neues und längst Vergessenes rund um Ernährung und Essgewohnheiten in Ost und West. Hausmanns-Kost und Fast Food, Tante-Emma-Laden und Supermarkt, Goldbroiler und Fernsehkoch - das sind nur einige Themen der Ausstellung. Und weil das Auge bekanntlich mitisst, ist die Ausstellung auch ein Augenschmaus für große und kleine Besucher. So können Sie unter anderm einen Blick in fremde Kühlschränke werfen. Wenn Sie mit Ihrer Familie einen Besuch in der Ausstellung planen, schauen Sie doch einfach unter www.saechsisches-industriemuseum.de nach. Hier finden Sie Anfahrtskizze, Öffnungszeiten, Veranstaltungstipps und Hinweise auf weitere Ausstellungen im Museum. ...


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Museen unter einem Hut

Neuer Freundeskreis gegründet

Freie Presse vom 20.01.2006:

Der Zusammenschluss ist vollzogen: Unter dem Namen "Freundeskreis der technik-historischen Museen in Chemnitz" präsentieren sich künftig drei städtische und vereinseigene Museen der Stadt. Dazu gehören das Industrie-, das Eisenbahn- und das Straßenbahnmuseum. Auch das Museum für sächsische Fahrzeuggeschichte und das Spielemuseum haben Interesse signalisiert. Wie Wolfgram Hoschke, einer der Initiatoren, erklärte, will man aber nicht nur im eigenen Saft schmoren. "Wir möchten gern erreichen, dass sich alle Chemnitzer Museen zu einem Freundeskreis Chemnitzer Museen zusammenschließen", sagt er. So könne man mit gemeinsamen Veranstaltungen und Werbemaßnahmen die Bedeutung von Chemnitz als Museumsstadt stärken. ...


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Technikfreunde proben den Schulterschluss

Das Industriemuseum und vier weitere Einrichtungen wollen mit vereinten Kräften und Ausstellungen punkten

Freie Presse vom 18.01.2006:

... Die technischen Museen der Stadt proben in diesem Jahr den Schulterschluss. So werden, angeregt von den Fördervereinen der musealen Einrichtungen, das Industrie-, das Straßenbahn-, das Eisenbahn-, das Automobil- und das Spielemuseum als Partner zusammen arbeiten. Bei Ausstellungen, Veranstaltungen und Werbung wollen die Mannschaften an einem Strang ziehen. Wie das konkret zu handhaben ist, soll heute in einer ersten Sitzung beraten werden. Ein erster Auftritt im Fünferblock ist zum Stadtfest 2006 bereits geplant.
   Dabei macht der Geschäftsführer des Fördervereins des Industriemuseums, Wolfgang Kunze, kein Geheimnis um den Hintergrund dieser Aktion. Er fürchtet, dass künftig aufgrund des immer schmaler werdenden finanziellen Budgets die technischen Einrichtungen dieser Stadt das Nachsehen haben. Zumindest ist aus seiner Sicht die "Stadt zu kopflastig in Bezug auf die schönen Künste." Das solle aber keineswegs bedeuten, dass irgendeine Museumseinrichtung zu schließen ist. "Wir möchten nur die Industriekultur von Chemnitz bewahren und für die Besucher attraktiv machen", betont er. In der französischen Partnerstadt Mulhouse sei diese Art von Zusammenarbeit bereits seit Jahren ganz normal - "und zwar auch mit den Einrichtungen der bildenden Kunst", fügt er an.
   Jörg Feldkamp als Direktor des Industriemuseums begrüßt die Bündelung der Kräfte. "Schließlich sitzt uns der Finanzdruck allen im Nacken", sagt er. "Das Personal wird immer weniger, die Betriebskosten dagegen immer mehr", macht er die Rechnung auf. "Ohne die Arbeit des Fördervereins mit seinen 170 Mitgliedern geht gar nichts mehr." Das Land kürzt die Zuschüsse von 570.000 Euro um sieben Prozent pro Jahr ...

   Feldkamp hat zumindest aus seiner Sicht eine komfortable Geldquelle entdeckt. "Es freut mich sehr, dass unsere Veranstaltungsräume so gefragt sind, so dass wir sie eigentlich am laufenden Band vermieten könnten", meint er. Ob Jubiläen, Feiern, Kongresse, Auszeichnungen oder andere Anlässe, es gebe schon seit langem einen regelrechten Ansturm auf die Einrichtung an der Zwickauer Straße.
   Aber natürlich, so will der Direktor wieder die Proportionen zurechtrücken, in erster Linie hat sein Museum einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Nach dem großen Erfolg der Sonderausstellung "Geschmackssachen - Ernährung im Konsumzeitalter", die noch bis zum 17. April zu besichtigen ist, hofft man mit den neuen Angeboten weiter beim Besucher punkten zu können. "Darauf kommt es in allererster Linie an", so Feldkamp. Das Industriemuseum gehöre zwar nach wie vor mit zu den am meisten besuchten musealen Einrichtungen in Chemnitz. Aber trotzdem, so der Direktor, gehen auch in seiner Einrichtung die Besucherzahlen zurück. Ein Trend, der deutschlandweit vorherrscht ...
   Auch mit dem Programm 2006 fühlt sich das Museum dem industriellen Erbe verpflichtet. So wird ab 17. Juni die Entwicklung des Gusses vom Kunsthandwerk zur Hightech-Gießerei vorgestellt. Mitte des Jahres planen Förderverein und Industriemuseum die Eröffnung eines neuen Ausstellungsbereiches zu umweltfreundlichen Antriebstechniken aus Sachsen. Innovationen der sächsischen Textilindustrie werden ab 16. September vorgestellt ...



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