Pressespiegel 2007
Die Themen:
Die "Titanic" geht "Gans anders" unter
Fantastische Premiere der Dinnershow mit Musik, Artistik und Vier-Gänge-Menü im historischen Spiegelzelt hinter dem IndustriemuseumBaby an Bord: Kinderwagen im Wandel der Zeiten
Sonderausstellung mit vielen Raritäten im IndustriemuseumGrünaer ehren vergessene Luftschiffpioniere
Industriemuseum erhält Dokumente von Wölfert-UrenkelAm 29. September starten die "Begegnungen", zum Programm gehört auch eine Schau im Industriemuseum
Preise für Pappe und HandschuhVom Hörsaal ins Museum
Industriemuseum und Uni kooperierenChemCats: Mit der Draisine zum Stadtfest
> Blick (29.08.2007)Gans ganz anders: Spektakel im Spiegelzelt
Chemnitzer können am Industriemuseum "Das letzte Dinner auf der Titanic" genießenSächsisches Industriemuseum Chemnitz
> Auto Kultour (2007)Chemnitz als Geburtsstadt der vier Ringe
Markengeschichte - Die Autoringe werden 75Kunst und Kultur
Industriemuseum Chemnitz unbedingt besuchen!Ausstellung zeigt Weg vom Erdgas zum Herd
Riesenrohre in der Innenstadt - Installation zur Erdgas-PipelineNach Drechselbank folgt Trabi
Ein zehnköpfiges Team aus Schülern der Chemnitzer Tereschkowa Schule ...MacroStruct - Sächsische Industrie im Blick des Fotokünstlers Hitch
Industrialisierung lebt in Fotos aufFamilienalbum, Glückskugeln und die Zukunft aus dem Kaffeesatz
Chemnitzer Technik-Museen und ihre Geschichten - Messe präsentiert unterhaltsam Geschichte - Buch aus dem Chemnitzer Verlag als ein Plädoyer für ungewöhnliche IdeenStudenten forschen für das Museum
Uni-Projekt verbindet Industrie mit Multimedia'Ich mag Technik' - 1. Chemnitzer Museumsmesse der technikhistorischen Museen
Alte Technik, die fasziniert und funktioniertDie geheimen Schätze des Industriemuseums
Es ist das 'Grüne Gewölbe' der sächsischen Industriegeschichte ...Stadt sucht Geldquellen für Industriemuseum
Der Einrichtung an der Zwickauer Straße fehlen für dieses Jahr etwa 180.000 Euro - Besucheranstieg kündet von Beliebtheit des MuseumsDie "Titanic" geht "Gans anders" unter
Fantastische Premiere der Dinnershow mit Musik, Artistik und Vier-Gänge-Menü im historischen Spiegelzelt hinter dem Industriemuseum
Freie Presse (03.12.2007)
Der Eisberg war eine Frau. Der Ozeanriese "Titanic" ein historisches Spiegelzelt. Der Koch ein Schauspieler. Eine einzige, aber perfekte
Illusion bot sich am Samstagabend 220 Gästen im Spiegelpalast hinter dem Industriemuseum, gezaubert von 50 Mitwirkenden, Technikern und
Servicepersonal. Die Premiere der Dinnershow "Gans ganz anders", mit dem Zusatz: "Die letzten Stunden der Titanic - ein Remake" fand im
ungewöhnlichen Ambiente ein begeistertes Publikum.
Vier-Gänge-Menü, Schauspiel, Gesang, Tanz und Artistik vom Feinsten - für Chemnitz eine einzigartige Mischung. Das aus Belgien
stammende Original-Spiegelzelt aus den 1920er Jahren bildete den Rahmen für die Show, die so bislang nur in Leipzig aufgeführt wurde. Von dort
wurde die Veranstaltung vom Krystallpalast Varieté erstmals nach außerhalb "exportiert". Bis zum 22. Dezember soll sie den Chemnitzern die
Adventszeit versüßen.
Mit Eintrittspreisen zwischen 78 und 82 Euro ist das kein billiges Vergnügen. Doch das Besondere hat seinen Preis, und in
diesem Falle zu Recht. Kulinarisch erfreuten Lachs-Seeteufel-Terrine auf Basilikum-Dill-Pesto mit winterlichem Salat, Kürbiscremesüppchen mit
Fleischpraline am Spieß, glasierte Gänsekeule mit Bratapfel an Beifußjus mit Rotkohl und Kartoffelkloß sowie als süße Krönung ein
Lebkuchen-Bitterschokoladenmousse mit marinierten Orangenspalten den Gaumen aufs Freundlichste. Die kalorienfreien Pausen zwischen den Gängen
zeigten sich abwechslungsreich. Atemberaubend und schön schwebte Luftakrobatin Katja Geidermanschuk an weißen Tüchern über den Köpfen der Gäste,
pardon der Passagiere. Denn sie waren an Bord gegangen, um die "letzten Stunden der Titanic" mitzuerleben. Da fehlte nichts, was markant für den
Film über den Untergang der Titanic von US-Regisseur James Cameron ist, weder szenisch noch musikalisch. Für letzteres hat sich mit dem
"Küchwald-Orchester" eine neue Kapelle eigens für die Show zusammengefunden. So kam auch der Name zustande, denn zwei der Musiker sind aus
Chemnitz.
Sie boten, wie alle anderen Akteure des Abends, überzeugende Leistungen. Die bizarre Figur des Kochs - gespielt von Thomas
Kunert, einem Mitbegründer der Künstlergruppe Theater Titanick - schickte so manchen Spaß in die Runde. Stimmgewaltig zeigten sich Ulrike Barz
und Elena Lorenzon. "Alles in allem war das eine runde Sache", meinte auch Birgit Ebert. "Ich fand den Abend sehr angenehm und abwechslungsreich.
Die Darbietung der Akrobatin war Spitzenklasse", schätzte sie ein.
Für Kellnerin Jenny Gehrmann aus Chemnitz lief der Premierenabend perfekt. Die Studentin hatte sich beim Casting für diese
besondere Rolle beworben. "Wir haben die Abläufe so häufig geprobt, dass ich heute entspannt war", verriet sie. ...
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Baby an Bord: Kinderwagen im Wandel der Zeiten
Sonderausstellung mit vielen Raritäten im Industriemuseum
Freie Presse (19.11.2007)
Das Fahrzeug, in dem die ersten Lebensmonate verbracht werden, steht im Mittelpunkt einer Sonderausstellung, die am Mittwoch im Industriemuseum
eröffnet wird. In Kooperation mit dem Verein "Kinder-Wagen" wird eine Auswahl historischer Kinderwagen der vergangenen 150 Jahre gezeigt.
Zu sehen sind Raritäten aus der Anfangszeit: Die ersten Babykutschen erinnerten an Ziehwagen oder Schiebekarren. Kurios aus
heutiger Sicht mögen Kinderwagen aus den 1950er Jahren anmuten, teilweise mit Schutzblechen und Rücklichtern ausgestattet, ähneln sie einem Auto
wie dem VW Käfer oder dem Trabant P 50. Aktuelle Exemplare spiegeln die gesellschaftlichen Anforderungen der Gegenwart wider: Flexibilität und
Mobilität.
Die Geschichte des Kinderwagens begann Mitte des 19. Jahrhunderts. Bereits 1852 stellten fast zeitgleich der Engländer Charles
Burton und der Zeitzer Stellmacher Ernst Naether ihre Kinderwagen vor. Bis er jedoch zu einem von der Mehrheit der Eltern genutzten
Transportmittel wurde, mussten noch Jahre vergehen. Obwohl Mediziner forderten "Gib deinem Kind Sonne, Licht und Luft", konnten sich anfangs nur
wohlhabende Familien den Kinderwagen leisten.
Begleitend zur Ausstellung bietet das Museum Führungen, das Advents- und Weihnachtsprogramm, Vorträge und Aktionstage an. ...
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Grünaer ehren vergessene Luftschiffpioniere
Industriemuseum erhält Dokumente von Wölfert-Urenkel
Freie Presse (01.10.2007)
Mehrere Tausend Grünaer und ihre Gäste haben gestern den Start eines 41 Meter langen, mit Heißluft betriebenen Luftschiffs am Folklorehof
beobachtet. Die Bewohner des Stadtteils erinnerten am Wochenende an den 170. Geburtstag des "fliegenden Oberförsters" Ernst Georg Baumgarten, der
in den 1870er Jahren die Grundlagen für die spätere Zeppelinluftfahrt legte.
Gedacht wurde zudem des 110. Todestages des Leipziger Verlagsbuchhändlers Friedrich Hermann Wölfert, der die Versuche
Baumgartens fortgesetzt hatte. Die vergessenen Luftpioniere leisteten entscheidende Vorarbeiten für die Entwicklung der späteren Luftschiffe des
Grafen Zeppelin.
Fachvorträge im Folklorehof über ihr Wirken sowie eine Wanderung auf dem Baumgarten-Rundwanderweg fanden ebenfalls ein
interessiertes Publikum. Hauptattraktion war allerdings der Aufstieg des Luftschiffes. Das Luftschiff hat ein Volumen von 3 000 Kubikmeter Luft.
Aus Witterungsgründen musste der geplante Abstecher zum Industriemuseum Chemnitz abgeblasen werden. Wölfert-Urenkel Günter O.
Schulz wollte damit dem Industriemuseum sein Privat-Archiv mit Dokumenten der Luftschiffpioniere übergeben - der symbolische Akt fand nun auf dem
Boden statt. ...
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Am 29. September starten die "Begegnungen", zum Programm gehört auch eine Schau im Industriemuseum
Preise für Pappe und Handschuh
Freie Presse (01.10.2007)
Eine große Schar Preisträger zum 3. Internationalen Marianne-Brandt-Wettbewerb wurde gestern im Opernhaus vor über 500 Zuschauern ausgezeichnet.
Dieser Wettbwerb passt gut zu Chemnitz, meinte die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig in ihrer Rede zur Preisverleihung. Chemnitz sei modern und
funktional - da bietet sich die Parallele zum Wettbewerb "Die Poesie des Funktionalen" an. Dabei bewarben sich in diesem Jahr 273 Designer und
Fotografen, über 60 kamen aus dem Ausland.
Insgesamt 18 Teilnehmer wurden geehrt, fünf von ihnen erhielten gleich mehrere Preise. In den drei Kategorien wurden je ein
Hauptpreis, dotiert mit 5 000 Euro, und drei Anerkennungen vergeben. Ministerin Eva-Maria Stange überreichte einen Förderpreis des Sächsischen
Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.
Darüber hinaus wechselten Sonderpreise von Unternehmen, darunter Ikea Chemnitz, den Besitzer. Chef Raymond Döring sah sich
auch in der Pflicht, sich bei den eingesendeten Produkten umzuschauen: "Für uns ist es wichtig, dass ein Produkt jeder gebrauchen kann, dass es
sehr funktionell und günstig herzustellen ist." Döring vergab den Preis an den "Gehsammler", den der Weimarer Philipp Böhm entwickelt hatte. Das
ist eine Box aus Pappe mit Henkel - simpel ausschauend, aber sinnvoll, um Schriftstücke beim Gehen mitzunehmen.
Immer wieder musste Grisella Kreiterling mit ihrer Tochter Nia Luzie zu Ehrungen auf die Bühne. Die junge Mutter hatte einen
"Elternhandschuh" entworfen. Da gibt es am wärmenden Handschuh einen Eingriff für die Kleinen. Die tolle Idee erhielt eine Anerkennung, den
Sonderpreis der Chemnitzer Firma Bruno Banani und der Wirtschaftsjunioren Chemnitz.
Ab jetzt sind alle prämierten Wettbewerbseinsendungen im Industriemuseum zu sehen. Anschließend gehen die Arbeiten zur
"Designers Open", einer Messe für junge Designer, vom 25. bis 30. Oktober in Leipzig. Und auch Ministerin Stange holt sich die kreativen Ideen
ins Haus: Vom 1. bis 19. November zeigt ihr Ministerium die Siegerarbeiten. ...
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Am 29. September starten die "Begegnungen", zum Programm gehört auch eine Schau im Industriemuseum
MB hoch zwei - Brandt ist mehr als eine Zwiebackmarke
Streicher (10/2007)
Vergessen die Zeiten, als Marianne Brandt in ihrer Heimatstadt praktisch vergessen war. Eine nach ihr, der weltbekannten Bauhäuslerin, beannte Straße führt seit
Jahren den Kaßberg hinauf, wo ihre sanierte Wohnstätte steht. Mit dem Monatswechsel stehen nun gleich zwei Großereignisse an, die MB den Chemnitzern wieder ein Stück
näher rücken sollen, auf dass sie den Slogan "Stadt der Moderne" etwas besser verinnerlichen.
Am 30. September lädt der Kunstverein Villa Arte unter Regie der Galeristin Ilona Rosenkranz zum Abschluss des dritten Durchganges jenes Wettbewerbes
ein, der nach Marianne Brandt benannt ist. Wieder haben mehrere hundert Jungdesigner und -fotografen aus ganz Europa ihre Produktionen nach Chemnitz geschickt. Neben
den Standards "Produktgestaltung" und "Fotografie" nannte sich die dritte Kategorie diesmal "Regiodesign". Wer die üppig dotierten Hauptpreise und die Sonderpreise des
sächsischen Kunstministeriums sowie zahlreicher Wirtschaftsunternehmen mit nach Hause nimmt, wird ab 10 Uhr im Opernhaus verraten. Eingebettet ist die Zeremonie
selbstverständlich in kulturelle Schmeckerchen, die ganz auf das Thema zugeschnitten sind. Ab 15 Uhr des gleichen Tages kann man sich die von einer international
besetzten Jury ausgewählten Exponate im Industriemuseum ansehen und sich selbst einen Eindruck davon verschaffen, was mit der "Poesie des Funktionalen" eigentlich
gemeint ist. Die Ausstellung läuft bis zum 23. Oktober. ...
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Am 29. September starten die "Begegnungen", zum Programm gehört auch eine Schau im Industriemuseum
Eine Ausstellung voll mit edler Poesie
Blick (26.09.2007)
Ganz vorsichtig packt Rita Müller die neuen Exponate aus. Die Mitarbeiterin des Industriemuseums ist Kuratorin der Ausstellung "Die Poesie des Funkionalen". Am
Sonntag wird die Schau eröffnet. Sie bildet den Rahmen des Marianne-Brandt-Wettbewerbs, an dem sich junge Künstler und Designer aus ganz Europa beteiligen.
Organisatoren sind der Kunstverein Villa Arte und das Industriemuseum. Rita Müller: "In diesem Jahr trafen 273 Arbeiten in den Kategorien Produktgestaltung, Fotografie
und Regiodesign ein. Aus den eingegangenen Werken wählte im Juni eine internationale Jury die aus, welche das Motto 'Die Poesie des Funktionalen' am besten verkörpern."
Die Ausstellung ist bis 23. Oktober zu sehen und Teil des Kulturfestivals "Begegnungen". ...
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Vom Hörsaal ins Museum
Industriemuseum und Uni kooperieren
Blick (02.09.2007)
Industriemuseum und Uni wollen künftig enger zusammenarbeiten. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten Uni-Rektor
Klaus-Jürgen Matthes und Museumsleiter Jörg Feldkamp am Donnerstag. "Gerade bei der Ausbildung in Forschung und Lehre und im Hinbick auf
Arbeitsplatzchancen nach dem Studium werden die Studenten von der Zusammenarbeit profitieren", freut sich Matthes. "Zudem wollen wir die
Attraktivität des Museums durch gemeinsame Projekte weiter erhöhen." Geplant ist darüber hinaus, die Stadt als dritten Partner mit ins Boot zu
holen. "Wir sind zwar eine Universitätsstadt. Auf der Agenda des Stadtmarketings stehen wir aber nicht. Das muss sich ändern", ist sich Feldkamp
sicher. ...
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Vom Hörsaal ins Museum
Zusammenarbeit durch Kooperationsvertrag festgeschrieben
Wochenspiegel (01.09.2007)
Zwischen der Technischen Universität Chemnitz und dem Sächsischen Industriemuseum gibt es viele Beispiele für eine gewinnbringende
Zusammenarbeit ...
So recherchierten unter anderem Studierende im Rahmen des Seminars Unternehmensgeschichte der Professur für Wirtschafts- und
Sozialgeschichte zur sächsischen Industriegeschichte. Ein Teil der Ergebnisse erweitert nun das multimediale Informationssystem in den
Ausstellungsräumen des Museums an der Kappler Drehe.
Ein weiteres Beispiel der Kooperation sind die zahlreichen Vorträge von Referenten der TU im Industriemuseum. Sowohl zur
Museumsnacht als auch beim Sommerfest des Fördervereins standen mit vielen Experimenten angereicherte Vorträge zu chemischen und physikalischen
Themen auf dem Programm.
Außerdem ist noch bis 2. September das vom TU-Team "Fortis Saxonia" entwickelte Energiesparfahrzeug "Sax 2" im Museum zu sehen.
Mit der Unterschrift unter einen Kooperationsvertrag unterstrichen TU-Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes und der Direktor des Industriemuseums,
Dr. Jörg Feldkamp am Donnerstag, dass beide Einrichtungen in Forschung und Lehre, in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie beim
Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse noch enger zusammenarbeiten wollen. Solche Aktivitäten, wie die derzeit laufende, bei dem TU-Studierende
von der "Studenten Initiative Siemens Sachsen" bei der Restaurierung des Exponats "FMS 630", einem flexiblen Maschinensystem des
Werkzeugmaschinenkombinates Fritz Heckert Karl-Marx-Stadt helfen, sollen weiter ausgebaut werden.
Das Industriemuseum hat bereits gute Erfahrungen bei Kooperationsvereinbarungen mit Unis gesammelt - so gibt es zusammen mit
der TU Bergakademie Freiberg die Schriftenreihe "INDUSTRIEarchäologie" heraus. ...
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ChemCats: Mit der Draisine zum Stadtfest
Blick (29.08.2007)
Mädels, zeigt Eure Armkraft! Gestern mussten die ChemCats Katja Zberch, Gina Tajkov (v. v. l.) und April Bankston (h. l.) ganz schön Pfeffer
geben. Gemeinsam mit ihrer Präsidentin Gesine Matthes steuerten sie die Handhebeldraisine vom Hof des Straßenbahnmuseums. Mit der Aktion machen
sie Lust auf das Chemnitzer Stadtfest. Wie schon im vergangnen Jahr können die Festbesucher die Draisine am Wochenende eigenhändig bedienen. Das
Gerät pendelt auf der Brückenstraße. Neben dem Gefährt präsentieren sich sieben Chemnitzer technikhistorische Museen in einem Straßenbahnwagen. ...
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Gans ganz anders: Spektakel im Spiegelzelt
Chemnitzer können am Industriemuseum "Das letzte Dinner auf der Titanic" genießen
Freie Presse (23.08.2007)
"Das letzte Dinner auf der Titanic" wird den Chemnitzern in der Adventszeit serviert. Dazu wird auf dem Parkplatz des Industriemuseums ein
riesiges historisch wirkendes Spiegelzelt aufgebaut. Darin dürfen vom 1. bis zum 22. Dezember jeweils mittwochs bis sonntags rund 250 Gäste zur
extravaganten Dinnershow "Gans ganz anders" Platz nehmen.
In der Pracht der Goldenen Zwanziger Jahre, mit hunderten Kristallspiegeln und Kerzenlicht, wird ihnen ein Theater der Sinne
präsentiert werden - mit Artisten, Sängern, Schauspielern, Musikern, Comedians, Kellnern und attraktiven Serviermädchen.
Diese Attraktion ist in Chemnitz - erstmals außerhalb von Leipzig - zu erleben und wird von der City-Management und Tourismus
Chemnitz GmbH, der Großveranstaltungs- und Cateringservice GmbH und dem Krystallpalast Varietee Leipzig präsentiert. Regisseur Volker Insel setzt
den Abend in Szene und wird dafür sorgen, dass das Publikum die großen und tragischen Momente der Geschichte um den Untergang der Titanic
beseufzen, aber auch unbeschwert und amüsant genießen kann. Eine Schau aus internationaler Artistik der Extraklasse und ein Vier-Gänge-Menü -
gekocht von Andreas Lein, dem Chefkoch der Polster-Brasserie im Industriemuseum - sorgen für die Höhepunkte des Abends. Der Leipziger
Krystallpalast selbst, der das Spiegelzelt aus der Taufe hob, hat eine lange Geschichte. 1882 wurde er in Leipzig eröffnet. Im zweiten Weltkrieg
wurde er völlig zerstört. Auf seinen Trümmern wurde erst nach der Wende wieder ein Varieteetheater gebaut, das 1997 als erstes und bisher
einziges seiner Art im Osten wiedereröffnet wurde. ...
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Sächsisches Industriemuseum Chemnitz
Auto Kultour (2007)
Das Chemnitzer Industriemuseum gehört als Station der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH) zu den 50 wichtigsten Industriemuseen
Europas. Nirgendwo in Sachsen wird die Industrialisierung des Landes seit dem späten 18. Jahrhundert so konzentriert dargestellt wie im
Chemnitzer Industriemuseum. In den historischen Hallen einer alten Eisengießerei entstand bis 2003 ein Museum, das dem sächsischen Erfindergeist,
einer großen Produktvielfalt und den sozialen Zusammenhängen viel Raum gibt. Die Gestaltung der acht großen Themenkomplexe auf 4.000 m²
Ausstellungsfläche erlaubt schnelle Übersichten und gezielte Einsichten, z. B. in den früh spezialisierten Maschinenbau für die Textilindustrie -
1846 gab es im Erzgebirge 93 Spinnereien mit über 470.000 Spindeln. Das damals sogenannte "sächsische Manchester" entwickelte sich schnell zu
einem Zentrum des deutschen Präzisionsmaschinenbaus - eine wichtige Voraussetzung für die Fahrradherstellung seit 1885 und damit für den
sächsischen Motorrad- und Automobilbau bis in die Gegenwart.
Gleich eingangs, in der konstrastierenden Ausstellung früher Zeugnisse des Handwerks und gegenwärtiger Hochtechnologie aus
Sachsen, fällt ein eleganter Wanderer W 23 (1939) auf. Gegenüber, unter dem Motto "Die Unternehmer - die Pioniere der Industrialisierung und ihre
Nachfolger", imponiert eine elegante Pullman-Limousine "Horch BL 830" von 1938.
Einer der formschönsten Personenwagen seiner Zeit, der DKW F 7 (1938) und die supermoderne Sachsenring-Studie des Hybridautos
"uni" markieren die Pole einstiger und moderner Innovation im sächsischen Fahrzeugbau. Sie reihen sich ein in die spannende Abteilung über
sächsische Erfindungen. Dazu gehören immerhin das europäische Hartporzellan, die erste deutsche Lokomotive, die welterste Spiegelreflexkamera
oder das erste vollsynthetische Feinwaschmittel.
Schließlich künden ein P 70 als erstes Serienfahrzeug mit Duroplast-Karosserie, ein Trabant P 601 und ein "Trabi" mit seiner
"Pension Sachsenruh" (Campingzeltaufbau auf dem Dach) von der Individualisierung des Straßenverkehrs in der DDR. An anderer Stelle wirkt die
Rohkarosse eines VW-Passat B 5 wie ein Wegweiser in die Gegenwart. ...
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Chemnitz als Geburtsstadt der vier Ringe
Markengeschichte - Die Autoringe werden 75
Leipziger Volkszeitung (07/.08.07.2007)
Jeder Autofan kennt wohl die vier ineinander verschlungenen Audi-Ringe. Aber meist nur ältere Autofahrer wissen, dass das Emblem die Fusion
der vier sächsischen Firmen Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union AG vor 75 Jahren symbolisiert.
Auf Betreiben der Sächsischen Staatsbank wurde der neue Automobil-Konzern 1932 gegründet, nachdem schon seit Ende der 1920er
Jahre der finanzielle Druck auf deutsche Automobilhersteller durch die revolutionäre Fließbandproduktion amerikanischer Fahrzeugbauer und durch
die Weltwirtschaftskrise stark gestiegen war. Die Bezeichnung der vier Marken wurde beibehalten, jede sollte für ein bestimmtes Marktsegment
stehen: DKW für Motorräder und Kleinwagen, Wanderer für Automobile der Mittelklasse, Audi für Fahrzeuge der gehobenen Mittelklasse und Horch für
Luxusautomobile der Oberklasse.
Den Namen Auto Union trugen nur die zwischen 1934 und 1939 gebauten Grand-Prix-Rennwagen, die auf einer Entwicklung Ferdinand
Porsches basierten. 1937 erreichte ein Auto der Auto Union mit 545 PS zum ersten Mal über 400 km/h auf einer normalen Straße. ...
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Chemnitz als Geburtsstadt der vier Ringe
Vier Ringe als Hochzeitssymbol - Historische Fahrzeuge zeigen technische Perfektion und Ästhetik
Wochenspiegel (13.06.2007)
Vor 75 Jahren gab´s eine ganz besondere Hochzeit. Ihr Markenzeichen sind vier Ringe. Unter dem Motto "Vier Ringe für Sachsen - 75 Jahre Auto
Union" ist diesem Jubiläum im Industriemuseum Chemitz eine Ausstellung gewidmet. Gemeinsam mit dem Verkehrsmuseum Dresden und dem August Horch
Museum Zwickau zeichnet die Schau die Bedeutung und die wechselvolle Geschichte des ersten sächsischen Fahrzeugkonzerns nach.
Im Juni 1932 fusionierten die vier wichtigsten sächsischen Fahrzeughersteller, die beiden Zwickauer Luxuswagenproduzenten
Horchwerke AG und Audi-Werke AG, die auf den Bau von Mittelklassewagen ausgerichtete Automobilabteilung der Wanderer-Werke AG aus
Chemnitz-Siegmar sowie die Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG, die Muttergesellschaft des aufstrebenden Motorrad- und
Kleinwagenherstellers DKW zum "Branchenriesen" Auto Union AG. Durch Zusammenfassung und rationelle Betriebsgestaltung konnte der Konzern positiv
auf die Absatzschwierigkeiten der deutschen Automobilindustrie im Zuge der Weltwirtschaftskrise reagieren und der drohenden Existenzkrise
entgegenwirken. An den traditionellen Marken wurde festgehalten. Dazu kamen neue technische Standards und ein angeglichener äußerer
Gestaltungsstil. Bedeutsam waren u. a. die Forschungen auf dem Gebiet der Leichtbau- und Kunststoffbauweise und die Entwicklung von
Hochleistungsmotoren.
Zum Symbol wählte der Konzern die vier ineinander verschlungenen Ringe. Diese verkörperten die vier integrierten Unternehmen
und standen für wegweisende Innovationen, für sportliche Erfolge sowie für technisch perfekte und ästhetisch beeindruckende Fahrzeuge.
Davon kann man sich bis 02. September im Industriemuseum überzeugen, denn zu sehen ist auch eine Auswahl historischer Fahrzeuge
aus dem Zeitraum 1932 bis 1945, darunter ein Audi Front, ein Wanderer W 23 Cabriolet, verschiedene DKWs, eine Horch-Betriebsfeuerwehr von 1936.
Heute zählt die Automobil- und Kfz-Zulieferindustrie zu den Schlüsselbranchen der sächsischen Wirtschaft. Rund 65.000 hoch
qualifizierte Mitarbeiter zählt Sachsens Automobilindustrie. Mit einem Umsatzanteil von mehr als 20 Prozent und einer Exportquote von rund 40
Prozent ist dieser Wirtschaftszweig der Motor des verabeitenden Gewerbes in Sachsen. Wohl auch deshalb hat Sachsens Ministerpräsident Georg
Milbradt die Schirmherrschaft über die Ausstellung "Vier Ringe für Sachsen - 75 Jahre Auto Union" übernommen und war zur Eröffnung nach Chemnitz
gekommen. ...
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Chemnitz als Geburtsstadt der vier Ringe
Im Industriemuseum wird am Freitag die Ausstellung 75 Jahre Auto Union eröffnet - Gezeigt werden Oldtimer-Raritäten von Audi bis Wanderer
Freie Presse (07.06.2007)
... Wäre der Zweite Weltkrieg nicht gekommen, dann hätte sich Chemnitz mit dem Sitz der Auto Union wohl zu einem großen
Kraftfahrzeugproduzenten entwickeln können. Das Chemnitzer Stadtgesicht wäre damit heute mit der Autostadt Wolfsburg vergleichbar. Davon ist
Martin Kukowski, Koordinator der Unternehmensarchive der Audi AG in Ingolstadt, überzeugt.
Der promovierte Wirtschaftshistoriker, der in Limbach-Oberfrohna zu Hause ist, hatte von 1998 bis 2000 die einmalige
Gelegenheit, 270 Regalmeter wertvoller Akten der Auto Union AG wissenschaftlich aufzuarbeiten. Audi unterstützte das Projekt damals finanziell.
Die Gründung der Auto Union im Juni 1932 sei eine Krisengeburt gewesen. Die vier wichtigsten sächsischen Fahrzeughersteller, die beiden
Zwickauer Luxuswagenproduzenten Horchwerke AG und Audi-Werke, die auf den Bau von Mittelklassewagen ausgerichtete Automobilabteilung der
Wanderer Werke AG aus Chemnitz sowie die Zschopauer Motorenwerke Rasmussen AG als Muttergesellschaft des Kleinwagenherstellers DKW, fusionierten.
Symbol des neuen Konzerns waren die vier ineinander verschlungenen Ringe - noch heute Aushängeschild der Audi AG, die sich aber nicht als
Rechtsnachfolger der Auto Union sieht.
Unmittelbar nach dem Zusammenschluss 1932, der von der landeseigenen Sächsischen Staatsbank initiiert wurde, stand die Auto
Union zuerst mit dem Rücken an der Wand, hatte sich dann aber in ganz kurzer Zeit zu einem bedeutenden Kraftfahrzeughersteller Deutschlands
entwickelt. Das sei damals für Chemnitz, die Stadt war Firmensitz der Auto Union, eine große Chance gewesen, weiß Kukowski. Die Auto Union habe
bereits große Areale an der Kauffahrtei für eine Erweiterung erworben. Ab den Jahren 1939/40 verlief die Entwicklung als Rüstungsproduzent aber
ins Negative.
Chemnitz verfügt noch über viele steinerene Zeugen der Auto Union-Geschichte. Das in der DDR als Krankenhaus bekannte Gebäude
an der Scheffelstraße beherbergte ab 1936 die Hauptverwaltung. In der Kauffahrtei 45, derzeit Domizil der Ingeniergesellschaft Auto und Verkehr
(IAV) Chemnitz, befand sich das Versuchslabor für die ersten Crash-Tests 1938. Und der heutige Produktionsstandort von Renders in Siegmar war
eine Fertigungshalle. Auch drei Vorstandsvillen seien noch erhalten. Das jetzige Industriemuseum sollte die Großgießerei des Konzerns werden -
alle Pläne wurden durch den Krieg über den Haufen geworfen. Es sei wichtig auch für das Selbstbewusstsein der Chemnitzer, an diese Traditionen
des Automobilbaus in der Stadt zu erinnern, so Kukowski. Deshalb habe er in seiner Freizeit gern an dem Katalog für diese Sonderausstellung im
Industriemuseum mitgearbeitet.
Der Besucher wird nicht nur viel Wissenswertes zur Geschichte der Auto Union erfahren, sondern er kann auch Oldtimer besichtigen,
die das Herz eines jeden Auto-Narren höher schlagen lassen. Dazu gehören beispielsweise ein DKW der Schwebeklasse, ein Audi Front von MItte der
1930er Jahre, ein Wanderer 2-Liter-Sport oder ein Wanderer W 23 Gläser Cabriolet.
Aus dem Besitz des Enkels von Rasmussen stammt ein F 1 in kompletter Stahlkarosserie oder auch ein DKW F 5. Aber auch der neue
Flitzer aus Ingolstadt wird zu bestaunen sein: Ein Audi R 8. Es gibt Fachvorträge des Automobilhistorikers Peter Kirchberg zur Auto Union im
Rennsport, bekannt durch die berühmten Silberpfeile; und Walter Siepmann wird zur Entwicklung des DKW F 9 sprechen. ...
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Kunst und Kultur
Industriemuseum Chemnitz unbedingt besuchen!
Deutsche Apotheker-Zeitung (17/2007)
Besser hätte der Veranstaltungsort für den sächsischen Apothekertag kaum gewählt werden können: das Industriemuseum Chemnitz. Ende des 19.
Jahrhunderts konzentrierten sich in Chemnitz viele industrielle Ansiedlungen entlang der heutigen Zwickauer Straße. Aus dieser Zeit stammen auch
die bis heute erhaltenen Gebäude, die früher als Gießerei dienten. Bis 1982 wurde in den Räumen produziert. Die stillgelegten Hallen sollten 1990
gesprengt werden, was in letzter Minute jedoch verhindert werden konnte. Man entschlosss sich, die Hallen zu restaurieren und ein Industriemuseum
aufzubauen. Seit 2003 zeigt das Museum 200 Jahre Industriegeschichte und würdigt die frühere Bedeutung von Chemnitz als Industriestadt. So wurden
hier die ersten in Serie gebauten deutschen Lokomotiven, Schreib- und Rechenmaschinen hergestellt. Vor 100 Jahren begann der Kraftfahrzeugbau,
ab 1932 produzierte die Auto Union den Audi. Das Museum zeigt viele alte Maschinen, Autos, Geräte und Technik für den Haushalt, von der
Hartmann-Lokomotive bis hin zu den ersten Melitta-Kaffeefiltern - ein interessantes Ambiente für den Apothekertag
Nicht weniger interessant war die von den Organisatoren ausgewählte musikalische Umrahmung des Apothekertags. Steffen
Schleiermacher, mehrfach preisgekrönter Pianist und Interpret zeitgenössischer Kompositonen, trug Werke von George Antheil und Leo Ornstein vor.
Die Stücke ahmen zum Teil Maschinengeräusche oder ein Flugzeug nach, dementsprechend atonal und geräuschvoll musste der Pianist den Flügel
traktieren. Das Publikum zeigte sich den ungewohnten Klängen gegenüger aufgeschlossen und quittierte die Interpretationen mit viel Beifall. ...
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Ausstellung zeigt Weg vom Erdgas zum Herd
Riesenrohre in der Innenstadt - Installation zur Erdgas-Pipeline
Freie Presse vom 09.05.2007
Erstaunte Blicke von Passanten zogen gestern mehrere überdimensionale Rohre in der Chemnitzer Innenstadt auf sich. Die Rohre gehören nicht zu
einem Bauvorhaben, sondern sind Teil einer außergewöhnlichen Kunstinstallation der Stadtwerke Chemnitz AG und Erdgas Südsachsen GmbH. In den zehn
begehbaren Großrohren soll die Geschichte eines Jahrhundertprojektes der DDR erzählt werden, das vor 30 Jahren mit dem Bau der Erdgas-Pipeline
"Druschba" begann. Mit Fotos und Geschichten werden an deren Bau Beteiligte über diese Zeit berichten. Die Druschba-Trasse war der von der DDR
übernommene 550 Kilometer lange Bauabschnitt der insgesamt 2750 Kilometer langen Erdgasleitung, die die Lagerstätten im Ural bis zur Westgrenze
der damaligen Sowjetunion verband.
Eröffnet wird die Installation am Freitag. Bis zum 28. Mai wird sie dann in der Innenstadt zu sehen sein. Die Rohre sollen auch
neugierig machen auf die Museumsnacht am 19. Mai, die im Industriemuseum den Höhepunkt für die Sonderausstellung "Erdgas - Energie aus der Natur"
bildet. ...
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Ausstellung zeigt Weg vom Erdgas zum Herd
Zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert
Chemnitzer Seiten (4/2007)
Energie - das ist eines der wichtigsten Themen der Gegenwart. Energie wird in allen Lebenslagen benötigt. Für Wärme, Licht, Transport und
viele weitere kleine und große Bequemlichkeiten. Ohne Energie ist modernes Leben undenkbar. Einer der bedeutendsten Energieträger ist heute
Erdgas.
Deshalb widmet sich das Chemnitzer Industriemuseum in Zusammenarbeit mit Erdgas Südsachsen dem gasförmigen Energieträger vom
22. März bis zum 20. Mai 2007 in einer Sonderschau unter dem Titel "Erdgas - Energie aus der Natur". Von der Entstehung über die Förderung und
Speicherung bis zum Transport zum Verbraucher gibt es Spannendes und Wissenswertes rund um Erdgas. Schautafeln, Modelle und Originalwerkzeuge
zeigen zum Beispiel Aufwand und Widrigkeiten bei der Förderung von Erdgas im Nordmeer oder im rauen Klima Sibiriens.
Freunde aufwändiger Technik kommen dabei ganz besonders auf Ihre Kosten. Die Fördertechniken werden u. a. an einem zwei Metzer
hoehen Modell der norwegischen Bohr- und Förderplattform Statfjord C, die in der Nordsee ihren Dienst verrichtet, erklärt.
Zudem zeigen Modelle von Tankern und Pipelines den immensen Aufwand, den der Gastransport von den Förderfeldern zur Kundschaft
erfordert. Von Naturwissenschaft bis Technik - nicht nur Schüler, auch interessierte Erwachsene finden in der Sonderschau jede Menge
Wissenswertes ...
In jeder zweiten Wohnung sorgt Erdgas heute für wohlige Wärme und ist damit der am häufigsten zum Heizen eingesetzte Energieträger. Und auch
beim Kochen erfreut sich ERdgas - vor allem bei Profiköchen - nach wie vor großer Beliebtheit. Dass es aber noch viele weitere Erdgasanwendungen
für Haushalt und Gewerbe gibt, davon kann man sich ebenfalls im Chemnitzer Industiremuseum überzeugen: Ganz gleich ob Kamin, Terrassenstrahler,
Grill oder Wäschetrockner - Erdgas hat sich als komfortable und preiswerte Alternative zum elektrischen Strom gemausert. Beispiel Wäschetrockner:
Ein Erdgas betriebener Wäschetrockner arbeitet wie ein herkömmlicher - nur schneller. Der Erdgas-Wäschetrockner braucht weniger Energie und
trocknet Wäsche nicht nur günstiger, sondern auch umweltschonend. ...
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Ausstellung zeigt Weg vom Erdgas zum Herd
Energie aus der Natur im Mittelpunkt der neuen Sonderschau
Freie Presse vom 23.03.2007
Gestern wurde im Sächsischen Industriemuseum an der Zwickauer Straße die Sonderausstellung zum Thema "Erdgas - Energie aus der Natur" eröffnet.
Die Exposition entstand in Kooperation mit dem Energieversorger Erdgas Südsachsen.
Sie zeigt mit Schautafeln, Exponaten, Reliefdarstellungen und geologischen Profilen, wie die fossilen Engerieträger Erdöl und
Erdgas entstanden sind und wie Energie sinnvoll und überlegt eingesetzt werden soll. Funktionstüchtige Modelle und Originalstücke veranschaulichen
die Suche nach Erdgas und dessen Förderung. Neben modernen Anwendungsbeispielen wird auch an historischen Exponaten der Einsatz gasbetriebener
Geräte im Haushalt und in der Industrie demonstriert. Dazu gehören unter anderem ein Wäschetrockner, ein Kamin, ein Terrassenstrahler und
Gasherde.
Öffentliche Führungen sind in der Sonderausstellung geplant am Sonntag, 25. März, 14 Uhr, Ostermontag, 9. April, 14 Uhr und
Sonntag, 6. Mai, 14 Uhr. Gemeinsam mit Erdgas Südsachsen und den Stadtwerken Chemnitz präsentiert das Museum in der Museumnacht am 19. Mai
mehrere Attraktionen rund um das Thema Erdgas. ...
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Nach Drechselbank folgt Trabi
Ein zehnköpfiges Team aus Schülern der Chemnitzer Tereschkowa Schule ...
Blitzpunkt vom 17.03.2007
... und fünf Lehrlingen startet im Rahmen der von Ihnen im vergangenen Jahr selbst initiierten Arbeitsgemeinschaft in ein neues Projekt.
Nachdem es ihnen unter fachkundiger Anleitung und mit Unterstützung des Fördervereins Indsutriemuseum Chemnitz e. V. gelungen war, eine
Drechselbank bzw. Radmaschine der Firma Paufler & Arnold aus Colditz funktionsfähig zu restaurieren, wagen sie sich nun an einen Trabi. Genauer
gesagt, wollen sie einen Trabant P 601, einen der letzten Zweitakter der DDR, innerhalb von 15 Monaten in einen funkionstüchtigen Werbeträger
verwandeln.
Wolf Schulze, Mitarbeiter im Industriemuseum Chemnitz und Leiter der Jugend AG Technik, erinnert sich, dass vor etwa einem Jahr
einige Jugendliche im Museum auftauchten und "etwas zum Aufbauen" suchten. "Wir haben kurz entschlosssen zugesagt und erst dann überlegt, was
man tun könnte", meint er. Eine alte Drechselbank wurde schließlich das Tatobjekt. Nachdem die jungen Männer ein Jahr lang zwei Mal pro Woche
gewerkelt haben, ist diese Maschine nun fertig.
Inzwischen drehen sich alle Bemühungen um einen ausrangierten Trabant P 601, der bislang im Depot des Museums eingelagert war.
Ziel ist es, diesen im Zeitraum von anderthalb Jahren wieder in einen funktionstüchtigen Zweitakter zu verwandeln. Der Förderverein des
Industriemuseums hat den jungen Leuten im Rahmen seiner Möglichkeiten eine fachliche und finanzielle Unterstützung zugesichert. Wobei das
Fachliche wohl mehr vom Trabi-Team Neukirchen kommen wird, das ebenfalls Hilfe signalisiert hat. Die Leitung der Arbeitsgemeinschaft liegt in
den Händen von Wolf Schulze. Auf die Frage, wie man an die neue Aufgabe heran gehen möchte, antwortet er: "Zunächst verschaffen wir uns einen
ersten Überblick, was alles kaputt ist und erneuert werden muss. Anschließend beginnt die Demontage. Es wird alles auseinandergenommen -
Innenraum, Motorraum, Motor, Bodengruppe, Bremsanlage und so weiter. Was folgt, sind die Reparaturen und der Zusammenbau. Am Ende kommt dann die
TÜV-Abnahme."
Damit die folgenden Monate ein nachhaltiges Erlebnis werden, ist ein Besuch bei der Firma Zinke GmbH in Zwönitz, dem
Spezialisten für technische Restaurationen, angedacht. Darauf freut sich das Team schon heute.
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Michelle macht sich mit Begeisterung die Hände schmutzig
Mit der Sanierung dieses Trabis wird Michelle Mieniets im Industriemuseum alle Hände voll zu tun haben.
Chemnitzer Morgenpost vom 15.03.2007
"Einen alten Trabi aufzubauen war schon immer unser Wunsch", gibt Michelle Mieniets (15) von der Arbeitsgruppe des Industriemuseums zu. Doch
so schnell ließ sie Betreuer Wolf Schulze nicht an den Wagen: "Restaurieren ist dreckige, gemeine Arbeit. Und zeitaufwändig. Da gilt es,
sich erst mal zu beweisen."
Ein Jahr lang hatte er Schüler der Tereschkowa-Schule beim freiwilligen Aufmöbeln einer alten Drechselbank betreut. Die ist
jetzt fertig. Darum dürfen sich die Hobbyschrauber nun am erhofften Trabant P 601 ausprobieren. Mindestens 15 Monate wird es dauern, bis das
Auto wieder läuft. "Diesmal geht es nicht um Originaltreue. Das Ergebnis darf gern auch lustig aussehen", sagt Museumssprecherin Claudia Wasner.
Um den jungen Schraubern auch etwas Spaß zu bieten, ist schon eine Exkursion geplant. "Wir fahren bald zum Oldtimer-Restaurator
Werner Zinke nach Zwönitz", sagt Wolf Schulze. "Der freut sich auch schon darauf, den Nachwuchs zu treffen." ...
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MacroStruct - Sächsische Industrie im Blick des Fotokünstlers Hitch
Industrialisierung lebt in Fotos auf
Freie Presse vom 19.02.2007
Im Industriemuseum, Zwickauer Straße 119, ist seit Freitag eine Sonderausstellung mit Arbeiten des Berliner Fotokünstlers Hitch zu sehen.
Seine Bilder zeigen Produktionsräume, -anlagen und -prozesse sowie die Erzeugnisse sächsischer Betriebe in ungewöhnlichen Ansichten. Den Besucher
erwarten aber nicht nur Bildnisse stillgelegter Firmenstandorte, sondern auch Auszüge von noch aktiven Traditionsunternehmen aus ganz Sachsen.
Hitch knüpft mit seinen Arbeiten an die bildnerische Moderne an, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihrer formal-geometrischen Ästhetik in die
Fotografie Einzug hielt. Gezeigt werden auch künstlerische Installationen. ...
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MacroStruct - Sächsische Industrie im Blick des Fotokünstlers Hitch
Wurzener Firmen in Chemnitz dabei - Fotokünstler Hitch zeigt seinen Blick auf die Industrie
Leipziger Volkszeitung vom 07.02.2007
Neun Industriebetriebe aus Wurzen mit zum Teil langer Tradition sind dabei, wenn am 17. Februar in Chemnitz die Sonderausstellung "MacroStruct
- Sächsische Industrie im Blick des Fotokünstlers Hitch" eröffnet wird. Schirmherr der Schau im Sächsischen Indsutriemuseum Chemnitz ist der
Staatsminister für Wirtschaft Thomas Jurk.
Über hundert Schwarzweiß- und Farbfotografien zeigen Produktionsräume, -anlagen und -prozesse sowie Erzeugnisse der Unternehmen
aus ungewohnter Perspektive. Der 1967 in Berlin geborene Hitch knüpft mit seinen Fotos an die Moderne an, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts
mit formal-geometrischen Strukturen auch der Fotografie neue Impulse gab. Die eingefangenen Stukturen und Rhythmen verfremden den Blick auf
vertraut scheinende Prozesse.
Zugleich bietet Hitch mit Installationen aus Produkten oder Objekten der Unternehmen ein interessantes Ausstellungserlebnis.
Einen Teil der Schau haben interessierte Wurzener bereits 2004 beim "Abschied von der Teppichfabrik" in den mittlerweile abgerissenen
Betriebsgebäuden besichtigen können. So werden auch nochmals Bilder von der Teppichfabrik zu sehen sein.
Die Standortinitiative Wurzen (SIW) lädt Interessenten herzlich ein, am Freitag, 16. Februar, um 18 Uhr an der Eröffnung der
Schau teilzunehmen. Zuvor besteht 16 Uhr die Möglichkeit, eine kostenlose Führung im Industriemuseum Chemnitz mit dessen stellvertretendem
Direktor Achim Dresler zu erleben. ...
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Familienalbum, Glückskugeln und die Zukunft aus dem Kaffeesatz
Chemnitzer Technik-Museen und ihre Geschichten - Messe präsentiert unterhaltsam Geschichte - Buch aus dem Chemnitzer Verlag als ein Plädoyer für
ungewöhnliche Ideen
Freie Presse vom 29.01.2007
Können Sie sich ungefähr vorstellen, wie groß die Chancen sind, einen Sechser im Lotto zu gewinnen? Wenn nicht, dann lohnt ein Weg ins
Chemnitzer Industriemuseum. Dort präsentieren sich seit Samstag die technikhistorischen Museen der Stadt auf der ersten Chemnitzer Museumsmesse
- und demonstrieren unter anderem, dass ein Sechser im Lotto ungefähr so schwierig ist, wie eine schwarze unter Millionen weißer Kugeln zu finden.
Das Fahrzeugmuseum Klaffenbach, das Industriemuseum selbst, das Straßenbahnmuseum, das Spielemuseum, das Eisenbahn- und das
Schulmuseum demonstrieren in der am Samstag noch mit verhaltenem Besuch eröffneten Messe einerseits, wie eng der Zusammenhalt der Chemnitzer
Museen ist, andererseits, wie jedes einzelne seine eigenen Geschichten zu erzählen hat. Zum Beispiel die von der acht Meter langen Eisenstange,
die sich durch eine ganze Straßenbahn und auch noch die Hosentasche eines Fahrgasts bohrte - ohne größeren Schaden anzurichten. Oberschaffner
Schleicher und seine Kollegen in den historischen Schaffneruniformen haben dutzende solcher Geschichten zu erzählen - und machen damit
gleichzeitig ein Stück unterhaltsame Geschichte lebendig, aus der die Identität einer Stadt wächst. Dem mag auch das Projekt des "Chemnitzer
Familienalbums" dienen, für das das Industriemuseum Fotos von Kindern im Kinderwagen aus Vergangenheit und Gegenwart sucht. Die Fotos können ins
Museum mitgebracht werden, dort werden sie gescannt und finden Eingang in besagtes Familienalbum.
Einige Geschichten aus der sächsischen Industriehistorie gibt es jetzt auch zwischen zwei Buchdeckeln. "Der Kaffeesatz im
Löschpapier", eine Koproduktion zwischen Chemnitzer Verlag und dem Zweckverband sächsischer Industriemuseen, wurde am Samstag im Rahmen der
Messe ebenfalls offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. "Ein Museumsführer der etwas anderen Art", wie Jörg Feldkamp, der Direktor des Chemnitzer
Industriemuseums den etwa 40 Gästen stolz erläuterte, erzählt das Buch doch vor allem von den Menschen, die die Geschichte machen, die nun in
Museen in Chemnitz, Kalkwerk Lengefeld, Crimmitschau, Knappenrode und Ehrenfriedersdorf zu besichtigen ist. Das Buch ist vor allem ein Pädoyer
für ungewöhnliche Ideen - wie eben den "Kaffeeesatz im Löschpapier", der zur Erfindung des Melitta-Kaffeefilters führte. Ein Glücksfall - fast
wie ein Sechser im Lotto. ...
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Studenten forschen für das Museum
Uni-Projekt verbindet Industrie mit Multimedia
Erlebnis Stadt vom 28.01.2007
Dass sich gute Leistung auszahlt und ein Studium auch praxisnah sein kann, erleben fünf Studenten der TU Chemnitz während einer Kooperation
zwischen ihrer Uni und dem Chemnitzer Industriemuseum. Im Rahmen des Seminars Unternehmensgeschichte der Professur für Wirtschafts- und
Sozialsgeschichte recherchierten sie Beispiele aus der sächsischen Industriegeschichte. Ein Teil der Ergebnisse erweitert nun das multimediale
Informationssystem in den Ausstellungsräumen des Industriemuseums. Gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlug Dr. Ulrich Heß, freiberuflicher
Wirtschafts- und Unternehmenshistoriker, als er das Seminar Unternehmensgeschichte an der TU Chemnitz übernahm: "Die Idee dazu entstand augrund
der thematischen Übereinstimmung von meinem Seminar und der Dauerausstellung des Industriemuseums. Zum anderen ist es mir wichtig, meinen
Studierenden die Angst vor Archivarbeit zu nehmen und ihnen die ersten Schritte in das spätere Berufsleben aufzuzeigen." Für das kommende
Sommersemester ist bereits ein ähnliches Seminar in Planung. Weitere Infos können Studenten dem Vorlesungsplan der Professur für Wirtschafts- und
Sozialgeschichte entnehmen ...
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'Ich mag Technik' - 1. Chemnitzer Museumsmesse der technikhistorischen Museen
Alte Technik, die fasziniert und funktioniert
Blick vom 28.01.2007
Die historische Technik ist eben doch nicht für unsere heutige schnelle Zeit gemacht. Das mussten gestern auch Peter Kienast und Jochen
Schubert feststellen. Zur ersten Museumsmesse im Industriemuseum wollten die ehrenamtlichen Mitstreiter vom Hilbersdorfer Eisenbahnmuseum
altertümliche Eintrittskarten drucken. "Das ging auch eine Weile gut. Aber nach 150 Billets gab die Technik den Geist auf", zuckte Peter Kienast
mit den Schultern. Macht nichts, echte Eisenbahner greifen in solch einem Moment zu Schraubenschlüssel, Hämmerchen und Kneifzange. Vor den Augen
des Publikums richteten sie den Automatendrucker wieder her. Und wurden so gleich zur "bewegten" Attraktion der Messe. Aber auch die anderen
technikhistorischen Ausstellungshäuser unerer Stadt - Industriemuseum, Spielemuseum, Straßenbahnmuseum und Fahrzeugmuseum Klaffenbach - hatten
auf ihrer ersten gemeinsamen Schau einiges zu bieten. Die Straßenbahner bauten extra einen Motor mit Achse und passendem Fahrregler. Hier können
die Besucher eigenhändig zwei tonnenschwere Bahnräder ankurbeln. Noch bis 5. Februar präsentieren sich die Chemnitzer Museen zusammen.
Zusätzlich sind das technische Museum der Partnerstadt Mulhouse, das Schulmuseum und das Nutzfahrzeugmuseum Hartmannsdorf mit
von der Partie. Organisator Wolfgang Kunze vom Förderverein des Industriemuseums: "Noch treffen wir uns im Haus an der Kappler Drehe. Aber in
den kommenden Jahren wollen wir zur Museumsmesse so viele Partner im Boot haben, dass wir in die große Chemnitz Arena ausweichen müssen!" ...
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'Ich mag Technik' - 1. Chemnitzer Museumsmesse der technikhistorischen Museen
5 Museen machen gemeinsame Sache
Chemnitzer Morgenpost vom 26.01.2007
"So was gab es noch nie in Deutschland", sagt Spielemuseums-Chef Peter Lemcke freudestrahlend. Vom 27. Januar bis zum 5. Februar werden
die Museen Raritäten aus ihren Archiven präsentieren. Wie eine Museumsnacht in einem einzigen Raum ist die Ausstellung angelegt. "Jedes Museum
zeigt nur wenige Stücke, von denen aber viele noch nie gezeigt worden sind", erklärt Peter Lemcke und weist auf einen alten Flipper-Automaten:
"Das ist einer meiner ersten, den habe ich mir 1976 gekauft." Bis in die Puppen habe er damals daran gespielt. Das liebevoll gepflegte Gerät
funkioniert noch immer.
Die alte Dampflok von Richard Hartmann hat nicht in die Halle gepasst. Darum hat das Hilbersdorfer Eisenbahn-Museum ein selbst
gebautes Modell im Maßstab 1:10 mitgebracht. Leichter hatte es das Nutzfahrzeugmuseum aus Hartmannsdorf. Ihr Horch H3 - der erste in der DDR
gebaute Lkw - thront in der Mitte des Raumes.
"Das ganze Klassenzimmer konnten wir nicht mitbringen", erzählt Lehrerin Birgit Raddatz (44). Drei historische Bänke aus dem
Ebersdorfer Schulmuseum stehen stellvertretend vor einem großen Bild des Originalraumes.
Am einfachsten hatte es freilich das Industriemuseum. "Wir halten uns zurück, die Ausstellung findet schließlich in unserem Haus
statt", sagt Fördervereins-Chef Wolfgang Kunze (69). Die lebensgroße Puppe des Werbemaskottchens "FEWA-Johanna" darf dennoch nicht fehlen. Sie
sitzt still in ihrer Ecke und beobachtet das bunte Treiben ...
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Die geheimen Schätze des Industriemuseums
Es ist das 'Grüne Gewölbe' der sächsischen Industriegeschichte ...
Chemnitzer Morgenpost vom 21.01.2007
... Im Depot des Chemnitzer Industriemuseums in der Zwickauer Straße lagern rund 13.000 Zeitzeugen - zusätzlich zu den 1.500 Exponaten, die
in der Ausstellung zu sehen sind. Die Morgenpost hat einen Blick in die geheime "Schatzkammer" des Museums geworfen.
Auf drei Geschossen und in einem Hochregallager werden die Exponate gelagert. "Bei konstant 15 Grad und 50 Prozent Luftfeuchte",
erklärt Sammlungsleiter Achim Dresler (50). "So bleibt alles gut erhalten." Alles - das sind Möbel, Werkzeugmaschinen, Leuchtwerbung, Motoren
und Schilder. "Die Exponate sind durchnummeriert und werden genau verwaltet."
Eines davon behält Dresler immer genau im Auge - sein Lieblingsstück. "Ein Kalander aus dem Jahr 1905", schwärmt er. Das ist
eine Maschine mit mehreren Walzen, die Papier mit Gaze verbindet und dann prägt - zum Beispiel für Aktenordner.
Ein Stockwerk tiefer lagert Lenin - als Büste im Dutzend. "Die Sammlung stammt aus dem VEB Fritz Heckert", weiß Depotleiter
Günter Wolf (62). Solche Büsten waren zu DDR-Zeiten ein beliebtes Geschenk sowjetischer Geschäftspartner.
Eine einzige rote Maschine lagert im Depot - ein Wurstcutter ... Gebaut wurde die Maschine in der Unger AG, die ihren Sitz
gleich neben dem alten Schlachthof (Nähe Sachsenallee) hatte ...
In Freiberg haben die Sammler des Industriemuseums ein riesiges Säurefass aus Keramik aufgetrieben - es fasst 2.000 Liter.
"Darin wurden zu verzinkende Werkstücke gereinigt", erklärt Dresler. "Als wir es fanden, war es randvoll mit schwefliger Säure."
Buchstabensalat gibt es auch im Depot - die alte Leuchtwerbung der ehemaligen Humboldt-Buchhandlung. "Die Buchstaben hingen
gegenüber dem Theaterplatz", erinnert sich Dresler.
Das größte Exponat ist eine Drehmaschine aus der Werkzeugmaschinenfabrik von 1912. Sie ist zwölf Meter lang und neun Meter
breit. "Zum Einsatz kam sie im Reichsbahn-Ausbesserungs-Werk Chemnitz", so Depotleiter Günter Wolf. Darauf wurden Räder für Eisenbahnen
gefertigt.
Doch Platz ist für sie in der Ausstellung nicht - und so schlummert sie weiter bei 15 Grad und trockener Luft ...
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Stadt sucht Geldquellen für Industriemuseum
Der Einrichtung an der Zwickauer Straße fehlen für dieses Jahr etwa 180.000 Euro - Besucheranstieg kündet von Beliebtheit des Museums
Freie Presse vom 12.01.2007
... Die Stadt Chemnitz will sich verstärkt für das Sächsische Industriemuseum engagieren. Laut Direktor Jörg Feldkamp habe ihm das die
Kulturbürgermeisterin Heidemarie Lüth (PDS) in einem Gespräch deutlich gemacht. Gegenwärtig suche man nach Wegen, wie man das Finanzierungsloch
des Museums, von Feldkamp auf etzwa 180.000 Euro betitelt, schließen kann. Die Lücke ergebe sich aus der Differenz von 1,6 Millionen Euro - da
seien die eigenen Einnahmen ebenso enthalten wie die Zuschüsse von Stadt, Land und Arbeitsamt - und den rund 1,8 Millionen Euro, die das Museum
laut Feldkamp zur Erfüllung seiner Aufgaben im Haushaltsjahr 2007 benötigt. Von der "Freien Presse" dazu befragt, wollte sich die
Kulturbürgermeisterin aber zu Finanzierung und Zahlen nicht äußern. "Der Haushalt ist noch nicht abgeschlossen", sagte sie.
Aber auch das Land will in Sachen Chemnitzer Industriemuseum noch einmal kräftig nachlegen. "Bis 2007/2008 ist das Land sowieso
mit im Boot", macht es CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Hermsdorfer deutlich. "Künftig muss es aber darum gehen, dass der Freistaat generell
außerhalb jeglicher Haushaltdiskussion das Industriemuseum Chemnitz fördert. Das kann die Stadt nicht allein bewerkstelligen", so Hermsdorfer.
Dazu werde man sich mit Feldkamp und Landtagsabgeordneten im März im Industriemuseum treffen.
Feldkamp bewertete das Bemühen von Stadt und Land, dem Industriemuseum künftig mehr als bisher unter die Arme zu greifen, auch
als Anerkennung für die Leistungen in den vergangenn Jahren. So konnte die museale Stätte, die seit Jahren zu den besucherstärksten der Stadt
gehört, weiter an Popularität gewinnen. "Im Gegensatz zum bundesweiten Trend, der in den Museen einen Besucherrückgang anzeigt, kamen zu uns
2006 mit 50.700 Besuchern 500 Gäste mehr als im Jahr 2005", sagte er nicht ohne Stolz. "Und der viertelmillionste Besucher seit Eröffnung im
April 2003 wird noch in diesem Monat erwartet."
Noch im November 2006 hatte der Direktor vor dem Kulturausschuss die Zahlungsunfähigkeit angekündigt. "Wenn die Zuschüsse immer
weiter sinken, müssen wir bald unser Haus dicht machen", so seine Worte. "Wir halten uns nur noch durch Vermietungen über Wasser."
CDU-Landtagsabgeordneter Peter Patt bemerkt: "In Chemnitz wird nur noch die Kunst gefördert."
Wenigstens dieser Vorwurf sei nun fürs erste vom Tisch. Trotzdem herrscht aus der Sicht von Feldkamp noch lange nicht eitel
Sonnenschein, da "die Gelder mit Eröffnung des Industriemuseums vom Chemnitzer Rathaus und von der sächsischen Landesregierung kontinuierlich
zurückgefahren wurden". 2003 waren es noch 1,3 Millionen Euro an Zuschüssen, 2004 an die 200.000 Euro weniger. Bis 2007 sollen die Kosten in drei
Schritten weiter um ein Viertel heruntergefahren werden.
"Für dieses Jahr stellt die Stadt bisher 598.360 Euro, das Land 500.000 Euro zur Verfügung", so der Chef. Aus seiner Sicht sei
das weit unter dem erforderlichen Maß. "Neben der Bezahlung der 15 festen Mitarbeiter, die wir unbedingt brauchen, verschlingt die
Bewirtschaftung des Hauses den Riesenbatzen an Geld", sagt er ...
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