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Pressespiegel

Pressespiegel 2009

Die Themen:

Mythos Hartmann

Historischer Umzug auch für 2010 geplant
   > Freie Presse (09.11.2009)
Ein Fest für einen Industriepionier - Besucheransturm zum Hartmann-Wochenende
   > Amtsblatt der Stadt Chemnitz (26.08.2009)
200. Geburtstag des sächsischen Lokomotivkönigs
   > Maschinen im Modellbau 5/2009
Zeitreise ins 19. Jahrhundert - Am Sonntag eröffnet Ausstellung "Mythos Hartmann"
   > Wochenspiegel (22.08.2009)

Keimzeit spielt zu 'Begegnungen'

Programm des Kulturfestivals für Herbst steht - Pläne für Zeit ab 2010 bleiben vage
   > Freie Presse (25./26.07.2009)

Zahlen, bitte!

Die wunderbare Welt von null bis unendlich
   > Sachsenlotto aktuell (31/2009)
Geheimnisse im Museum gelüftet - Kindervorlesung rund um Zahlen
   > Freie Presse (29.06.2009)
Mathe bleibt spannend - Mathematiker beteiligen sich an Sonderausstellung im Industriemuseum vom 9. Mai bis 30. August 2009
   > TU-Spektrum (1/2009)
Hier wird Mathe zur Magie - Zahlen-Ausstellung im Industriemuseum
   > Freizeit-Magazin der Stadt Chemnitz (Mai 2009)

Sachsens Industriekultur braucht Kunst und Kommerz

Tagung 'Industriekultur in Sachsen. Neue Wege im 21. Jahrhundert'
   > Sächsische Zeitung (20.03.2009)

Wenn Russen rasen

Zwickauer Studenten bauen den historischen Rennwagen Awtowelo 650 neu auf. Nur fahren soller nie wieder
   > Die Welt (28.02.2009)

Wo Willi Schwabes Schlüssel fliegt

Industriemuseum zeigt Ausstellung über DDR-Fernsehgeschichte - Stargast war Entertainer Lutz Jahoda
   > Freie Presse (02.02.2009)

Raumschiff CIM - unterwegs im Weltall

Sonderausstellung in Chemnitz
   > VDI-Nachrichten (27.02.2009)
Abgehoben - Raumschiff CIM im Weltall unterwegs
   > Sterne und Weltraum (1/2009)
'Am Rad gedreht, dann war ich schwerelos'
   > Chemnitzer Blick (07.01.2009)


Historischer Umzug auch für 2010 geplant


Abschluss des Richard-Hartmann-Jahres - Tourismus-Chef Quast: "Es gibt wieder einen Transport mit Lokomotive"

Freie Presse vom 09.11.2009

Es wird auch im kommenden Jahr einen historischen Festumzug nach dem Vorbild des diesjährigen Lok-Transportes geben. Termin soll der 11. September 2010 sein. Das verriet Michael Quast, Chef der Citymanagement und Tourismus GmbH (CMT), am Samstag zur Feststunde zum Abschluss des Richard-Hartmann-Jahres. Der Chemnitzer Großindustrielle, der unter anderem Lokomotiven produzieren ließ, wäre gestern 200 Jahre alt geworden.
   Mit der Organisation eines zweiten Historienzuges durch die Innenstadt unterstreicht Quast sein Vorhaben, mit der Chemnitzer Industriegeschichte Stadtmarketing zu betreiben. "Im August kamen 45 000 Besucher zum Lok-Transport. Das zeigt das Potenzial unserer Industriekultur. Vor allem ist sie unser Alleinstellungsmerkmal."
   Unterstützung erfährt Quast von Carl C. Hahn. Der Ehrenbürger und langjährige Vorstand des Volkswagen-Konzerns, hielt zur Feierstunde im Chemnitzer Hof die Festrede: "Es ist gut, stolz auf Hartmann zu sein. Er hat es mit Fleiß vom Zeugschmied zum Fabrikbesitzer geschafft. Solche Erfolgserlebnisse müssen vor allem Schülern vermittelt werden." Ein Ansatz, der im Hartmannjahr 2009 bereits verwirklicht wurde. Das bestätigt Dietmar Holz, einer der Geschäftsführer der Parkeisenbahn: "Wir haben uns mit Festen, Ausstellungen und der Inbetriebnahme eines Hartmannwagens am Themenjahr beteiligt. Inzwischen wissen die Parkbahner und sicherlich alle unsere Besucher, wer Richard Hartmann war." Allerdings, so Holz, hätte man das Programm des Jubiläumsjahres noch vielfältiger gestalten können. "Es wäre besser gewesen, hätte man am Tag des Lok-Transporetes auch die Kunstmuseen der Stadt beteiligt", so Holz.
   Michael Quast ist mit der Bilanz des Hartmannjahres trotzdem zufrieden: "Allein im August, zum Zeitpunkt des Lok-Transportes durch die Stadt, hatten wir 15 Prozent mehr Hotelgäste als im Vorjahresmonat. Außerdem kamen innerhalb des Jahres 50 000 Besucher aus anderen Städten zu den extra anberaumten Veranstaltungen."
   Für zwei Museumsdirektoren ist das Hartmannjahr indes längst nicht vorbei: Achim Dresler vom Industriemuseum bereitet die von ihm konzipierte Schau "Mythos Hartmann" für eine Präsentation im Dresdner Verkehrsmuseum vor. Sven Liebold vom Eisenbahnmuseum macht sich Gedanken zum Festumzug 2010: "Bei dem wird die große Hegel-Lok definitiv nicht gezogen. Vielleicht geht es nur am Rande um Lokomotiven und es stehen die Autos im Mittelpunkt." ...



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Ein Fest für einen Industriepionier


Besucheransturm zum Hartmann-Wochenende

Amtsblatt der Stadt Chemnitz vom 26.08.2009

45 000 Besucher fühlten sich am vergangenen Wochenende in die Zeit der schnaufenden Dampfrösser versetzt. Verschiedene Veranstaltungen zu Ehren Richard Hartmanns hatten Chemnitzer wie auch Tagestouristen aus ganz Deutschland angelockt. Viele Eisenbahnfreunde kamen bereits vor dem Wochenende im Sächsischen Eisenbahnmuseum auf ihre Kosten: Das Museum in Hilbersdorf hatte zum 19. Heizhausfest eingeladen. Die Organisatoren zeigten hier die jüngst nachgebaute Schmalspurlok IK Nr. 54, welche früher in der Maschinenfabrik Richard Hartmanns gefertigt wurde. Zu diesem besonderen Exponat gesellten sich Dutzende weitere Gastfahrzeuge aus Dresden, Eisenach, Zittau und anderswo.
   Rund um das historische Rundheizhaus waren zudem Bekohlungs- und Besandungsanlagen und weitere technische Vorrichtungen zu besichtigen. Imposante stählerne Kolosse gab es ebenfalls zum historischen Lok-Transport durch die Innenstadt zu sehen, darunter die von 16 Pferden gezogene 123 Jahre alte Dampflok "Hegel". Über Richard Hartmanns Werdegang als Unternehmer und seine technischen Entwicklungen können sich Interessenten übrigens noch bis zum 8. November im Sächsischen Industriemuseum informieren. Die Sonderausstellung mit dem Titel "Mythos Hartmann", die zuvor im Museum de la Folie Marco in Barr, dem Geburtsort Hartmanns, gezeigt wurde, gibt Einblicke in die Fabrikation des Industriellen, die weit mehr als Lokomotiven umfasste ...



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Mythos Hartmann


200. Geburtstag des sächsischen Lokomotivkönigs

Maschinen im Modellbau 5/2009

Die Ausstellung entführt die Besucher ins 19. Jahrhundert als Chemnitz den Beinamen "Sächsisches Manchester" erhielt. Zu dieser Zeit zog die stürmisch wachsende Stadt kluge Köpfe aus allen Himmelsrichrungen an, darunter den 1809 im elsässischen Barr geborenen Handwerksgesellen Richard Hartmann. Er gründete 1837 eine Maschinenbaufabrik und wurde später der größte Fabrikant der Stadt, weltweit bekannt vor allem durch den Lokomotivenbau. ...


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Zeitreise ins 19. Jahrhundert


Am Sonntag eröffnet Ausstellung "Mythos Hartmann"

Wochenspiegel vom 22.08.2009

Mit Dampfloktransport, Buch und zahlreichen Führungen wird in diesem Jahr Richard Hartmann gedacht. Die Sonderausstellung "Mythos Hartmann" komplettiert nun die Feierlichkeiten rund um den 200. Geburtstag des sächsischen Lokomotivkönigs. Teils seltene, teils noch nie gezeigte Exponate und Leihgaben erinnern an seine facettenreiche Persönlichkeit und ernöglichen eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert.
   Gilbert Scholly, Bürgermeister in Barr, wird am Sonntag 11 Uhr gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig die Ausstellung "Mythos Hartmann" im Industriemuseum eröffnen. Sein Stellvertreter und Winzer Gilbert Leiniger hat eigens für die Jubiläumsaktivitäten in Barr und Chemnitz einen "Hartmann-Wein", einen 2008er Grauburgunder, abgefüllt. Da die Elsässer keine echten Lokomotiven von Hartmann haben, dienen wenigstens solche aus Lebkuchen als Reminiszenz an den berühmten Sohn. ...



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Keimzeit spielt zu 'Begegnungen'


Programm des Kulturfestivals für Herbst steht - Pläne für Zeit ab 2010 bleiben vage

Freie Presse vom 25./26.07.2009

Sie ist eine der Kultbands aus dem Osten und wird Höhepunkt der diesjährigen "Begegnungen" sein: Keimzeit spielt am 10. Oktober im Industriemuseum. Das bestätigte die Pressestelle der Stadtverwaltung gestern auf Anfrage. Demnach steht das Programm für das diesjährige städtische Kulturfestival fest.
   Es findet diesmal in abgespeckter Version statt: vom 7. bis 11. Oktober mit rund 20 Veranstaltungen unter anderem im Weltecho, im Brauclub und im Schauspielhaus. Im vergangenen Jahr waren es rund 40 Veranstaltungen in mehr als zwei Wochen. Grund: In diesem Jahr gelten die "Begegnungen" als Übergangsvariante. In der Vergangenheit wurde immer öfter der fehlende rote Faden und zu geringe Publikumsresonanz kritisiert. Voraussichtlich ab nächstem Jahr soll es ein neues Konzept für das Festival geben.
   Das diesjährige steht unter dem Titel "Grenzen - los" und beschäftigt sich mit dem Thema 20 Jahre Wende. Neben Keimzeit werden unter anderem Gerhard Schöne, das Theater Titanick aus Leipzig und die ostdeutsche Jazz-Combo L´art de passage auftreten ...



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Zahlen, bitte!


Die wunderbare Welt von null bis unendlich

Sachsenlotto aktuell 31/2009

"Zahlen, bitte!", heißt es im Restaurant, beim Einkauf oder auf dem Fianzamt. Zahlen sind jedoch nicht nur Bestandteile von Rechnungen. Sie begleiten uns auch auf angenehme Weise durch den Alltag, zum Beispiel als Glückszahl beim Lottospiel oder als Geburtstagstermin.
   Die Sonderausstellung "Zahlen, bitte!" im Industriemuseum Chemnitz gibt Einblick in die wunderbare Welt von null bis unendlich. Viele Ausstellungsstücke vermitteln einen Eindruck davon, wie in früheren Zeiten und in anderen Kulturen gezählt und gerechnet wurde. Besucher begegnen bedeutenden Rechenmeistern wie Pythagoras oder Adam Ries und erfahren vom Nutzen der Mathematik für die Landvermessung und die Astronomie.
   Und man ahnt, Zahlen sind nicht nur abstrakte Erfindungen der Menschen. Unbelebte wie belebte Natur folgen Gesetzen und Regelmäßigkeiten, die sich mathematisch darstellen lassen, sei es die Anordnung von Blütenblättern oder der Körperbau von Tieren ...



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Geheimnisse im Msueum gelüftet


Kindervorlesung rund um Zahlen

Freie Presse vom 29.06.2009

Etwa 60 Zuhörer haben gestern im Industriemuseum der zweiten Kindervorlesung innerhalb der aktuellen Sonderausstellung "Zahlen, bitte! Die wunderbare Welt von null bis unendlich" gelauscht. Professor Dieter Happel von der Technischen Universität Chemnitz führte die Kinder und ihre Eltern in die Geheimnisse der Kryptologie ein. Das ist eine Wissenschaft, die sich mit technischen Verfahren für Informationssicherheit beschäftigt.
   Gabriel Weise fand die Veranstaltung "eigentlich ganz schön. Aber der Professor hat ein bisschen viel erzählt." Verstanden habe der zehnjährige Junge, der ab neuem Schuljahr das Keplergymnasium besuchen wird, fast alles. Sein Vater Karsten Weise sagte: "Es war schon interessant. Aber manches war für Kinder schwer zu verstehen, war zu theoretisch." Grundsätzlich sei es gut, dass Kinder per Vorlesung an die besonderen Themen herangeführt würden ...



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Mathe bleibt spannend


Mathematiker beteiligen sich an Sonderausstellung im Industriemuseum vom 9. Mai bis 30. August 2009

TU-Spektrum 1/2009

Nicht nur alles Neue bringt der Mai, sondern im Jahr 2009 auch jede Menge Mathematik. So findet im Rahmen des erstmals von der Deutschen Mathematiker Vereinigung initiierten "M³ - Mathe Monat Mai"im Industriemuseum Chemnitz in Kooperation mit dem Heinz Nixdorf MuseumsForum eine Sonderausstellung zum Thema "Zahlen bitte! Die wunderbare Welt von null bis unendlich" statt. Die Ausstellung, an der sich auch die Fakultät für Mathematik der TU Chemnitz mit einem Rahmenprogramm beteiligt, bietet Besuchern vom 9. Mai bis zum 30. August 2009 die Möglichkeit, sich auf spielerische Art und Weise in die Welt der Zahlen entführen zu lassen.
   Mit über 300 Exponaten verteilt auf eine Fläche von 600 Quadratmetern zeigt die Ausstellung, dass Mathematik auch nach dem Mathematikjahr 2008 spannend und bedeutsam bleibt. Neben Graf Zahl aus der Sesamstraße trifft man große Zahlenmeister wie Pythagoras, Carl Friedrich Gauß und Adam Ries und kann sich auf eine Reise durch die Kutlurgeschichte der Zahl über die Vermessung der Welt bis hin zur Geschichte des Glücksspiels begeben. Ferner wird den Besuchern die Bedeutung der Zahlen in der Natur nahegebracht. Wie Tausendfüßler und vierblättriges Kleeblatt zeigen, finden sich bei Tieren und Pflanzen ebenfalls unterschiedliche Zahlenverhältnisse und auch die Ausrichtung von Zweigen zum Licht oder der Aufbau von Kristallen lassen sich mathematisch beschreiben. Man erhält außerdem Einblicke in die reizvollen Themen Glück und Zufall. Wer schon immer wissen wollte, welcher Lottotipp die höchsten Gewinnchancen birgt oder ob sich die Flugbahn einer Roulettekugel vorhersagen lässt, findet hier Antworten.
   Die Fakultät für Mathematik der TU bereichert die Sonderausstellung durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. So referiert unter anderem Dr. Frank Göring zum Thema "Mathemaik - Magie der Moderne" und demonstriert dabei, welche wichtige - wenn auch oft unterschätzte - Rolle Mathemaik in unserem täglichen Leben spielt.
    Einen Höhepunkt der Ausstellung bildet die "Chemnitzer Museumsnacht" im Rahmen der "Europäischen Nacht der Museen" am 16. Mai 2009. Von 18 Uhr bis 1 Uhr des Folgetages lädt das Industriemuseum die Nachtschwärmer unter dem Motto "Wir rechnen mit Euch!" ein. Die Mathematiker der TU beteiligen sich dabei gemeinsam mit dem MufKi ("Museum für Kinder") an "Sieben auf einen Streich". Sieben Teilgebiete der Mathematik werden hier mit Hilfe "zahlreicher" Exponate erlebbar gemacht. So werden beispielsweise historische Maschinen vorgeführt, die das Rechnen vor einigen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten auf raffinierte Weise erleichterten. Daneben laden Spiele aus der preisgekrönten "spielMATHz"-Kiste zum Ausprobieren ein. Die "spielMATHz"-Kiste entstand in Zusammenarbeit der TU-Mathematiker mit dem MufKi und der "Mathe-Insel" der Grundschule Harthau in Chemnitz. Besucher können sich durch die mathematischen Themenbereiche Wahrscheinlichkeit, räumliche Vorstellung, Mengenlehre und Beobachtung, Logik sowie Strategie spielen.
   Mathematik zum Anfassen bietet auch das Kreativzentrum, das Exponate wie eine riesige Seifenhaut, den Turm von Hanoi oder eine beghbare DaVinci-Brücke zum Selberbauen bereitstellt. Des Weiteren präsentiert Ralph Sonntag von der Fakultät für Informatik die Voderbergschen Neunecke, welche faszinierende geometrische Eigenschaften haben. Bespielsweise lassen sich mithilfe dieser besonderen Neunecke, im passenden Drehwinkel angeordnet, beeindruckende Figuren wie Doppelspiralen und Ovale zusammensetzen, die Ebenen lückenlos ausfüllen. Die Siegerplakate des Lernplakatwettbewerbs Mathematik 2008 werden ebenfalls zu bestaunen sein. Mittelschulen und Gymnasien waren dazu aufgerufen, Lernplakate ihrer Schüler zu mathematischen Themen einzusenden. Der von der Fakultät für Mathemaik der TU Chemnitz gemeinsam mit dem Bezirkskomitee Chemnitz zur Förderung mathematisch-naturwissenschaftlich begabter und interessierter Kinder veranstaltete Wettbewerb wird in diesem Jahr fortgesetzt (erstmalig auch für Grundschulen) ...



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Hier wird Mathe zur Magie


Zahlen-Ausstellung im Industriemuseum

Freizeit-Magazin der Stadt Chemnitz Mai 2009

... 'Zahlen, bitte!' Was nach Aufstehen und Gehen klingt, beginnt erst richtig. Am 8. Mai eröffnet im Industriemuseum an der Zwickauer Straße eine Ausstellung zur wunderbaren Welt von null bis unendlich, eine Schau rund um die Mathematik. Jetzt mögen viele Leute gelangweilt abwinken. Frank Göring jedoch kommt bei dem Thema erst richtig in Fahrt. Er sagt: 'Mathe ist für mich Magie!' Magie. Ist das nicht die Kunst, die funktioniert, aber kein Mensch weiß, wie?
   Frank Göring ist Doktor der Mathematik. Schon zu Schulzeiten wurde er zweimal Weltmeister der Mathematikolympiade. Seit 2003 forscht er an der Chemnitzer Uni. Göring weiß: 'Das ganze Leben ist ein einziges Zahlenspiel. Die Wissenschaft begegnet uns beim Telefonieren, bei der Routenplanung, beim Musikhören ...' Sogar Tiere sind berechnend. In den USA gibt es genau alle 17 Jahre eine Grillenplage. Ausgerechnet in diesem merkwürdigen Rhythmus bevölkern dann bis zu 400 Zikaden, also Insekten, einen Quadratmeter Fläche. 'Nur alle 17 Jahre deshalb, damit sich keine natürlichen Feinde auf die Insekten spezialisieren", erläutert Frank Göring.
   Aber wie kommt es nun, dass Mathematik für manche Menschen logisch, für andere ein Buch mit sieben Siegeln ist? Göring: 'Viele pauken nur Formeln. Das ist aber der falsche Weg.' Den richtigen Zugang zu Nummern und Zahlen stellt Göring am 14. Mai 2009 im Industriemuseum vor. Ab 19 Uhr spricht er zum Thema 'Mathematik - Magie der Moderne". Auch zwei Tage später, zur Museumsnacht, gibt er Expertentipps. Unterstützung erhält er von der Lehrerin Claudia Fenrich. Sie baut in der Museumsnacht ihr 'Mufki' auf, ein mobiles Mathemuseum für Kinder. ...



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Sachsens Industriekultur braucht Kunst und Kommerz


Tagung 'Industriekultur in Sachsen. Neue Wege im 21. Jahrhundert'

Sächsische Zeitung vom 20.03.2009

... Unser Blick auf die Industriekultur ist heute beinahe ausschließlich an der Vergangenheit orientiert: Sachsen war ein Pionierland der deutschen, ja der europäischen Industrialisierung. In Harthau bei Chemnitz gründeten die Gebrüder Bernhard 1799 die erste Fabrik in Sachsen, die zweite überhaupt auf dem gesamten Kontinent, eine Baumwollmaschinenspinnerei. Nach über 200 Jahren blicken wir auf eine reiche Industrietradition zurück. Wie aber können wir diese Tradition besser nutzen? Sachsen verfügt über einen bedeutenden Schatz teils einmaliger Industriedenkmäler, die vielerorts verfallen, statt als Räume für neue Unternehmungen genutzt zu werden.
   Dabei sind es nicht nur die baulichen Hinterlassenschaften wie technische Anlagen und Maschinen, auch Werte wie Fleiß und Zielstrebigkeit, kombiniert mit einem ausgewiesenen technischen Bildungswesen, haben das Land geprägt. So brachte Sachsen berühmte Unternehmer, Ingenieure und Erfinder hervor. Dazu gehören Persönlichkeiten wie etwa der Zwickauer Autobauer August Horch, der Dresdner Odol-Erfinder Karl August Lingner oder der Leipziger Nobelpreisträger Wilhelm Ostwald, die sich nicht nur mit wirtschaftlichen Erfolgen einen Namen machten, sondern ebenso als kunstsinnige Menschen, Sitfter und Mäzene. Auch gilt Sachsen als Wiege der deutschen Arbeiterbewegung mit großem Einfluss in Politik, Kultur und Sport. Sächsische Eigenschaften wie der sprichwörtliche Erfindergeist sind hier ebenfalls zu nennen.
   Wenn wir über Industriekultur sprechen, darf die heutige Industrie nicht ausgeblendet werden. Längst haben unternehmerischer Mut, Fachkenntnisse der Beschäftigten und politische Weichenstellungen seit der Wende zu neuen Industrien geführt. Beispiele für eine geglückte Verbindung von Tradition und Zukunft gibt es in Sachsen genug. Die äußerst erfolgreiche Solarindustrie ist ohne den erzgebirgischen Silberbergbau und die universitäre Tradition der Freiberger Bergakademie nicht denkbar. "Silizium ist das Silber des 21. Jarhhunderts", sagt Prof. Dr. Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutschen Solar AG in Freiberg. Und die Uhrenproduktion in Glashütte macht das handwerklich gefertigte Produkt zum Kulturgut, oder mit den Worten von Günter Wiegand, Geschäftsführer der Glashütter Uhrenbetriebe: "Die Werte der Vergangenheit werden in die Uhr der Zukunft gebaut". ... Für sächsische Industriegeschichte steht schließlich das Sächsische Industriemuseum mit seinem Hauptsitz in Chemnitz. Das dezentrale Museum in öffentlicher Trägerschaft vernetzt bedeutende Industriedenkmäler zu einem beeindruckenden Verbund, der exemplarisch auf etwa 20 000 Industriedenkmäler verweist,die hierzulande bestehen.
   All dies macht deutlich, dass es eine lebendige Verbindung von Tradition und Zukunft, von Industrie und Kultur gibt. Es ist gerade die Gegenwartsperspektive, die das Thema Industriekultur für den Tourismus, die Wirtschaft, die Bildung, die Denkmalpflege, Stadtplanung, Forschung und Kultur so bedeutend macht.
   Zahlreiche Fragestellungen ergeben sich daraus: Wie entsteht durch heutige unternehmerische Tätigkeit eine neue Industriekultur? Welches Innovationspotenzial ist in der Verbindung von Industrie und Kultur enthalten, etwa für das Produktdesign, für die Architektur und für die Stadtplanung? Welchen Beitrag leisten Industriemuseen und Ausstellungen für die regionale Identität? Wie lässt sich Industriekultur erfolgreich touristisch vermarkten? Welche Bedeutung hat die Industriekultur für die aktuelle Wertediskussion? ...
   Auf der Tagung 'Industriekultur in Sachsen. Neue Wege im 21. Jahrhundert' diskutieren heute und morgen in Dresden Unternehmer, Touristiker, Architekturhistoriker, Soziologen, Denkmalpfleger, Projektentwickler und Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft über Perspektiven für eine neue Industriekultur. Am Ende der Tagung werden konkrete Handlungsempfehlungen stehen, etwa die museale Auseinandersetzung mit dem Thema in Industrie- und Kunstgewerbemuseen zu stärken, auch um Angebote für die touristische Vermarktung zu schaffen. In diesem Zusammenhang könnte an eine Landesausstellung zur Industriekultur in Sachsen gedacht werden, die den berechtigten Stolz auf die industrielle Tradition und die damit verbundenen Leistungen veranschaulicht. Sicher ist darüber nachzudenken, ob die Industriedenkmalpflege in Sachsen künftig personell besser ausgestattet werden muss.
   Notwendig sind neue Formen für eine Anerkennungskultur wagemutiger Unternehmer in Sachsen. Ebenso müssen innovative Ideen für die Nachnutzung von Industriearchitektur entwickelt und gefördert werden. Der Nutzen der Industriekultur für die Gesellschaft wird sich einlösen, wenn sich die unterschiedlichen Interessen des wirtschaftlichen und kulturellen Feldes zu einem gemeinsamen Ziel verbinden. Erst dann wird die reiche Tradition auch für künftige Generationen sichtbar und erlebbar werden, wird Industriekultur 'gelebt'.



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Wenn Russen rasen


Zwickauer Studenten bauen den historischen Rennwagen Awtowelo 650 neu auf. Nur fahren soller nie wieder

Die Welt vom 28.02.2009

... Bei einer Probefahrt in Chemnitz erreichte das Gefährt Anfang der 50er-Jahre eine Höchstgeschwindigkeit von 175 Kilometern pro Stunde. Zwölf Zylinder mit 152 PS bei 8 000 Umdrehungen trieben den Awtowelo 650 über die Nachkriegsstraßen in der noch jungen DDR. Ein bizarres Vergnügen muss das für die Bevölkerung gewesen sein, die Zeuge des sowjetischen Versuchs wurde, mithilfe deutscher Ingenieure auch im Rennsport über den unterlegenen Kriegsgegner zu triumphieren.
   Fahren wird der Rennwagen Awtowelo 650 wohl nie wieder, wobei das auch nicht das Ziel der Studentengruppe von Ingenieur Roland Reißig an der Westsächsischen Hochschule Zwickau ist. Ihre Aufgabe lautet vielmehr: digitale Rekonstruktion des vor fast 60 Jahren in Chemnitz für die Sowjetunion gebauten Fahrzeugs. Originalteile wie Rahmen, Räder, Motor, Getriebe werden ergänzt und zu einem "Rolling Chassis" zusammengefügt. Das Ergebnis soll ab 2010 im Industriemuseum Chemnitz als Zeugnis eines spannenden Kapitels der Autogeschichte ausgestellt werden.
   An der Entwicklung des Awtowelo - einer seltsam hybriden Wortschöpfung aus "awtomobil" (Auto) und "weloziped" (Fahrrad) - waren erfahrene Ingnieure der ehemaligen Auto Union AG beteiligt. Sie hatten 1934 einen Rennwagen mit einem 16-zylindrigen Mittelmotor entwickelt, der in den 30er-Jahren als Auto-Union-Rennwagen Typ A-D (1934 - 39) zum schärfsten Konkurrenten der Mercedes-Silberpfeile avancierte und etliche Grand-Prix-Rennen gewinnen konnte. Nach dem Krieg übernahm die sowjetische Besatzungsmacht die Gebäude der Zentralen Versuchsabteilung der Auto Union AG in Beschlag und benutzte sie als Automobiltechnisches Büro (ATB).
   Von 1950 bis 1952 entstanden dort zwei komplette Rennwagen, Awtowelo 650 genannt, die 3,80 Meter lang und 1,50 Meter breit waren. Mit Fahrer und vollgetankt wogen die Autos je 730 Kilogramm. Außerdem gab es noch einen dritten Motor, alles entstand unter der Regie von Walter Träger, der schon 1938 am Rennmotor Typ D für die Auto Union mitgearbeitet hatte.
   "Die Fahrzeuge wurden aber kaum erprobt", sagt Eberhard Kreßner von der Arbeitsgruppe Kfz-Technik des Musuemsfördervereins. Besonders ein motorsportbegeisterter Sohn Stalins soll Druck gemacht haben, dass die Autos schnell nach Moskau gebracht werden. Da es den Russen aber nicht gelang, die Rennwagen in Fahrt zu bringen, kamen sie im Sommer 1952 nach Deutschland zurück, wechselten mehrfach Besitzer und Standort. In dem Defa-Film "Rivalen am Steuer" von 1957 hatten sie, leicht verändert, einen kurzen Auftritt. Richtige Rennen fuhren sie aber nie.
   Ein Awtowelo steht heute unter falscher Bezeichnung als Auto-Union-Rennwagen im englischen Donington. Das zweite Exemplar landete in der Technischen Universität Dresden. Ein Oldtimerklub wollte das Fragment schon vor der Wende rekonstruieren, doch dies scheiterte. "Erst 2007 gelang es, die TU, die Westsächsische Hochschule und das Industriemuseum dafür zu begeistern", sgt Kreßner. Auch der Ingenieurbetrieb IAV GmbH Chemnitz unterstütze das Vorhaben.
   Die Zwickauer Studenten haben das Auto mit einer Software für dreidimensionale Darstellung nachkonstruiert. "Zuerst hatten wir nur die einzelnen Teile und mussten mit dem Messchieber ran", sagt Sebastian Kokot. Als schließlich Kopien der Originalzeichnungen auftauchten, waren zumindest die Maße schon mal da. Er finde die Arbeit an dem Rennwagen spannend, weil er dabei klassisches Handwerk erfahre und sich in zeitgemäßer Konstruktion ausprobieren könne, sagt der Sudent im siebten Semester. Die Computerzeichnungen dienen auch als Unterlagen für den Nachbau fehlender Teile mit modernsten Fertigungsverfahren und die Herstellung verkleinerter Anschauungsmodelle. Noch ein Jahr Arbeit ist nötig, weil auch die Lenkung nachgebaut werden muss.
   Museumsdirektor Jörg Feldkamp ist begeistert. "Uns geht es um das Original, um das authentische Relikt. Das muss nicht fahrfähig sein. Wir wollen ein Fahrzeug mit spannender Geschichte bewahren, das in der Tradition der legendären Auto-Union-Rennwagen steht. Gleichzeitig demonstriert der Awtowelo eine super Kooperation in Sachsen." Wie der Rennwagen einst ausgesehen haben soll, zeigt ein Modell im Maßstab 1:24, das die Studenten dem Museumsdirektor geschenkt haben.
   Auch Wolfgang Beyer freut sich, dass er nach 57 Jahren den Awtowelo wieder in Augenschein nehmen kann. "Was die Studenten da machen, ist ganz großartig. Nur mit den neuen Methoden weiß ich nichts anzufangen. Wir haben früher noch mit Bleistift und Tusche am Zeichenbrett gestanden", erzählt der 85-Jährige. Beyer ist der vermutlich einzige noch lebende Zeitzeuge aus der kurzen Phase des sowjetischen Konstruktionsbüros in Chemnitz. Als Absolvent der Ingenieurschule Mittweida war er 1951 dorthin zurückgekehrt, wo er schon 1938 gelernt hatte. Bis 1989 hatte er in der DDR-Motorenentwicklung gearbeitet.



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Wo Willi Schwabes Schlüssel fliegt


Industriemuseum zeigt Ausstellung über DDR-Fernsehgeschichte - Stargast war Entertainer Lutz Jahoda

Freie Presse vom 02.02.2009

Nein, so etwas habe er noch nicht erlebt, gab der ehemalige Unterhaltungs- und Musikchef des DDR-Fernsehens, Horst Rentz, zu. Über 450 Gäste waren gestern Nachmittag ins Industriemuseum an der Zwickauer Straße gekommen, um die Eröffnung der Wanderausstellung "Es gab nicht nur den Schwarzen Kanal - Streiflichter aus 39 Adlershofer Fernsehjahren" zu erleben.
   Auf über 800 Fotos, mit fünf Originalkostümen und rund 50 Requisiten wird die Fernsehgeschichte der DDR lebendig. Da liegt der Schlüsselbund von Willi Schwabe neben der Laterne und dem Kostüm des freundlichen älteren Herren, der für die Zuschauer mit der Sendung "Willi Schwabes Rumpelkammer" Ausschnitte aus alten Filmen präsentierte. Die Musik dazu - aus "Der Nussknacker" von Tschaikowski - klingt da ganz von allein in den Ohren. Ebenfalls von den Fernsehzuschauern geliebt wurde Entertainerin Helga Hahnemann. Eines ihrer Originalkostüme aus der Sendung "Helgas Topp-Musik" erinnert an die Berlinerin. Puppen und Szenen aus dem Kinderfernsehen mit Pittiplatsch und Sandmännchen sind ebenso zu sehen wie Frau Puppendoktor Pilles Kittel und Brille. Hinzu kommen Szenenfotos aus den Serien "Zur See" und "Aber Vati" sowie Entwürfe für Kostüme und Aufnahmen von Operninszenierungen, beispielsweise im Chemnitzer Fernsehstudio in Rabenstein.
   Dort schloss 1997 einer die Tür hinter sich zu, der gestern ebenfalls bei der Eröffnung dabei war: Lutz Hoff. Mit "Schätzen Sie mal" moderierte er von 1984 bis 1997 die Quizshow, die sich im deutschen Fernsehen am längsten hielt: Sendestart war 1974. Heute tourt er mit eigenem Programm durchs Land. Stargast des Nachmittags aber war zweifellos Schauspieler, Sänger und Entertainer Lutz Jahoda. Der Chef des Paul-Nipkow-Teleclubs, dem Initiator der Wanderausstellung, war trotz seiner 81 Jahre in bester Verfassung. Seit 25 Jahren war er erstmals wieder - bis auf einen kurzen Besuch zu einer Lesung - in der Stadt, in der zehn Jahre lang seine Sendung "Mit Lutz und Liebe" aufgezeichnet wurde. Mit dabei war da auch stets Edgar Pfeil, ein Chemnitzer, der dem bekanntesten Vogel der DDR, dem Papagei Amadeus, die Stimme verlieh. Beide erinnerten gestern noch einmal an diese Zeit.
   Erinnern, das soll die Ausstellung. "Einfach super!" Wir haben heute keinen Fernseher mehr, aber damals haben wir geschaut. Schön, sich so erinnern zu können", sagte Besucherin Christin Stein. ...



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Abgehoben


Sonderausstellung in Chemnitz

VDI-Nachrichten vom 27.02.2009

Bis zum 13. April zeigt das Sächsische Industriemuseum die Sonderausstellung "Raumschiff CIM - unterwegs im Weltall" und lädt zu einer "Reise auf den Mars" ein. Hubble-Weltraumfotos und historische Darstellungen des Firmaments lassen die Sehnsucht nach der Reise in den Himmel wachsen. Kinder im Alter von vier bis zehn Jarhen sind willkommen an Bord des Raumschiffes CIM, das mehrmals täglich zum Mars startet. Im Erlebnisbereich "Space for Kids" erkunden Kinder den Planeten, arbeiten im Weltraumlabor und erfahren,wie der Alltag in der Raumstation aussieht.
   Zu sehen ist auch der Nachbau einer Rakete von Rudolf Nebel, der zu den frühen Raumfahrtpionieren zählt. Er startete am 29. Juni 1933 die erste Flüssigkeitsrakete auf einem Gut bei Magdeburg. 75 Jahre nach dem Start ließ das Technikmuseum Magdeburg die Rakete im Maßstab 1:2 nachbauen. ...



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Raumschiff CIM im Weltall unterwegs


Sterne und Weltraum 1/2009

Noch bis zum 13. April 2009 können kleine und große Weltraumfans im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz eine Entdeckungsreise ins All antreten. Die Sonderausstellung "Raumschiff CIM - unterwegs im Weltall" vermittelt Kindern und Erwachsenen die Faszination des Kosmos, unter anderem mit Fotos des Weltraumteleskops Hubble und historischen Darstellungen des Firmaments. Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren sind willkommen an Bord des Raumschiffs CIM, das mehrmals täglich zum Mars startet. Im Erlebnisbereich "Space for Kids" erkunden die jungen Astronauten in Beleitung von Mentoren den Roten Planeten. Zudem arbeiten sie in einem Weltraumlabor und erleben den Alltag in der Raumstation. Atemberaubende 3D-Projektionen und Originalexponate ermöglichen einen spielerischen Zugang zur Raumfahrt. ...


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Raumschiff CIM - unterwegs im Weltall


"Am Rad gedreht, dann war ich schwerelos"

Chemnitzer Blick vom 07.01.2009

"... Ein Ausflug ins All, die Sterne zum Greifen nahe, davon träumen viele Menschen. Utopisch ist der Trip in den Orbit längst nicht mehr. Seit 2001 können auch Privatpersonen mit der Rakete abheben. Aber: Die Tour kostet mal eben 20 Millionen Dollar. BLICK-Reporterin Peggy Fritzsche konnte sich den Griff in die Geldbörse sparen. Denn im Chemnitzer Industriemuseum dreht sich derzeit in einer Sonderausstellung alles um die Faszination Weltall. Astronauten-Simulation inklusive ...
   Vor mir steht der "Health Simulator". Das Gerät sieht aus wie ein Rhönrad. Ich steige ein und langsam wird mir klar, was Schwerelosigkeit eigentlich bedeutet: Körpervertrauen adé! Ganz ehrlich, mir geht in dem Rad mächtig die Düse. Obwohl meine Füße in Schnallen festgezurrt sind, habe ich Angst, aus dem Rad zu purzeln. Meine Oberschenkel zittern, in der Magengrube grummelt es und kurz bevor ich vornüber stürze, bleibt mir fast das Herz stehen. Dabei sah der "Spaß" noch vor wenigen Minuten ganz einfach aus. Wieder festen Boden unter den Füßen, fühle ich mich immer noch, als würde ich fliegen. Wer soll dabei die Aussicht auf den wunderbaren, blauen Planeten genießen? "Dafür fliegen die Astronauten ja auch nicht ins Weltall!" Mit diesem Satz holt mich Tassilo Römisch auf den Boden der Tatsachen zurück.
   Römisch ist Sachsens Weltraumexperte Nummer 1. Der Mann aus Mittweida ist nicht nur Besitzer von 90 000 All-Exponaten. Von den insgesamt 483 Wissenschaftlern, die bisher die Erdatmosphäre hinter sich ließén, kennt er 60 persönlich. Die Ausstellung im Industriemuseum Chemnitz hat er mit seltenen Raumanzügen komplettiert. "Ich vermittle Astronauten und Kosmonatuen zu Veranstaltungen in aller Welt. Dafür reise ich von Mittweida aus schon mal bis nach Australien oder in die Vereinigten Staaten." Nicht schlecht, aber im Vergleich zu Mars und Mond sind das nur kleine Entfernungen! "Stimmt, aber ich werde mich damit abfinden müssen, niemals ins All zu fliegen", lenkt Römisch ein. Am 25. Janurar 2009 ist er im Industriemuseum zu Gast. Dann erklärt er ab 11 Uhr die Geschichte unserer extraterrestrischen Erkundungen. Derweil sitze ich schon wieder auf dem nächsten Simulationsgerät. Mit Muskelkraft und einem Kugelgewicht teste ich die Antriebskraft einer echten Rakete. Mit Karacho sause ich auf meinem Holzschemel nach vorn. Das nächste Gerät erinnert mich an meine guten Jahresvorsätze: mehr Fitnesstrainung! Was aussieht wie ein Laufband, ist eine (fiese) Rüttelmaschine. Jeder Knorpel wird mächtig durchgeschüttelt. Museumssprecherin Claudia Wasner erklärt: "Damit halten sich die Weltraumforscher fit in der Schwerelosigkeit." Den Trend hat auch schon Hollywood entdeckt: Für zigtausende Euro Anschafffungswert halten sich die Stars und Sternchen mit der Weltraumtechnik fit ..."



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