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Europäischer Museumspreis 2005 an das Sächsische Industriemuseum Chemnitz verliehen


Am Samstag, 7. Mai 2005, nahm Museumsdirektor Dr. Jörg Feldkamp in Palais Egmont in Brüssel aus der Hand Ihrer Majestät Königin Fabiola von Belgien die 'Besondere Anerkennung' für das Sächsische Industriemuseum Chemnitz entgegen. Während die Trophäe des European Museum of the Year Award an das Nationale niederländische Freilichtmuseum in Arnheim ging, wurden die drei weiteren Preise an das Industriemuseum in Chemnitz, das Fischereimuseum in Palamos, Spanien, und an das Mölndal Museum in Mölndal, Schweden verliehen.
Der Europäische Museumspreis wird seit 1977 jährlich an Museen aus ganz Europa vergeben. Bereits mit dem Bewerbungsverfahren sind wichtige Kriterien zu erfüllen, die nicht von allen Bewerbern erreicht werden. So machen die in diesem Jahr nominierten 35 Museen aus 16 europäischen Ländern etwa 60 % der ursprünglichen Bewerbungen aus.
Zu den Trägern des Europäischen Museumspreises zählen u. a. das Guggenheim Museum in Bilbao, das Victoria und Albert Museum in London, das Ungarische Nationalmuseum in Budapest wie das Neanderthal Museum in Mettmann oder das Zeppelin Museum in Friedrichshafen.
Das Sächsische Industriemuseum in Chemnitz ist das erste in diesem europäischen Vergleich ausgezeichnete Museum in Sachsen, das zweite neben dem Otto Lilienthal Museum in Anklam in den Neuen Bundesländern.
Allein aus Deutschland hatten sich für den diesjährigen Preis zehn Häuser beworben und hatten damit ein faszinierendes Kaleidoskop zeitgemäßer, moderner Museen abgegeben. Im Report der Jury heißt es auszugsweise:
"Die völlige Neugestaltung des Überseemuseums in Bremen wird nicht vor 2010 fertig gestellt sein, aber das erste Segment, Ozeanien, ist nun vervollständigt und dient als Bench-mark für das, was noch kommen wird hinsichtlich der Integration von Ethnologie, Naturkunde und Handel, zusammen mit der Möglichkeit, PDAs (personal digital assistent) zu benutzen.
Das Doberg Museum in Bünde verdient Lob für seine Aktivitäten mit unterschiedlichen lokalen Partnern, während das Sächsische Industriemuseum Chemnitz einen erfolgreichen Wandel von einem städtischen Museum zu einem dezentralen Regionalmuseum vollzog. Die Interpretation seiner Dauerausstellung mit den thematischen Abteilungen, arrangiert auf den beiden Seiten einer 'Straße' und basierend auf Personengruppen stellvertretend für die Industrie wurde ganz besonders gelobt. Die Ausstellungen bieten dem Besucher viele Gelegenheiten, sich selber mit der industriellen Geschichte Sachsens in all ihren Aspekten zu identifizieren. Besonders bewertet wurde der Lösungsansatz des Museums im Umgang mit der vergangenen kommunistischen Epoche, die auf ernsthafte und manchmal auch humorvolle Art behandelt wurde ..."
Das ungewöhnliche Konzept des Chemnitzer Industriemuseums, die durchgängige Qualität in allen Bereichen und die Besucherfreundlichkeit beeindruckten die Jury ganz besonders. Gute Gründe, das Sächsische Industriemuseum Chemnitz in diesem Jahr mit einem europäischen 'Museumsoskar' auszuzeichnen.
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