Energiefabrik Knappenrode: Lausitzer Bergbaumuseum

Ausstellung 'Braunkohle und Umwelt'


Die Ausstellung 'Braunkohle und Umwelt' im ehemaligen Kühlhaus der Brikettfabrik untersucht den Gewinnungs- und Veredlungsweg der Lausitzer Braunkohle unter der Fragestellung: Umweltverträglicher Braunkohlenbergbau - Illusion oder Realität? Die über drei Etagen führende Ausstellung informiert über den Prozess der Gewinnung und Verarbeitung der Braunkohle. Kernpunkt in der Diskussion um den umweltgerechten Abbau von Braunkohle ist die Rekultivierung und das Gestalten neuer Landschaften nach dem Bergbau. In diesem Zusammenhang wird die Arbeit des Landschaftsarchitekten Otto Rindt [1906 - 1994] skizziert. Seinen Visionen ist es zu verdanken, dass aus den Tagebauen 'Werminghoff', die einst das Werk mit Kohle versorgten, mit dem Knappensee und dem Silbersee zwei attraktive Erholungszentren entstanden sind.
Ergänzt wird die Ausstellung 'Braunkohle und Umwelt' durch Exponate und Installationen im Außengelände. Eine Solaranlage verweist auf die Möglichkeiten der alternativen Energiegewinnung. Am Beispiel von Meliorationspflug, Benjeshecke oder Totholzstapel werden Mittel der Rekultivierung devastierter Landschaften dargestellt.
Von der Regenrationskraft der Natur zeugt nicht zuletzt der Graureihersee, der aus einem ehemaligen Tagebau entsteht und direkt an das Museumsgelände grenzt. Der See verdankt seinen Namen übrigens der größten Graureiherkolonie Deutschlands, die südlich der Museumsfabrik siedelt.

Ibsee, Rekultivierung eines Bergbaugebietes
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