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Einen Sommerspaß der besonderen Art verspricht die Fahrt mit der Draisine in der Energiefabrik Knappenrode. Von Anfang März bis Ende
Oktober rollt die Handhebel-Draisine auf der 900-mm-Spur der einstigen Grubenbahn. Die Gesamtfahrstrecke beträgt rund 1,4 Kilometer. Begleitet
wird jede Fahrt von einem Draisinenführer, der neben Fahrtipps auch die eine oder andere Bergbaugeschichte zum Besten gibt. Der Fahrspaß kostet
pro Person 2,00 €. Kinder unter 6 Jahren fahren in Begleitung von Erwachsenen kostenfrei.
Die Draisine fährt von Dienstag bis Sonntag.
Bei Fahrten mit größeren Gruppen (> 7 Personen) wird um Voranmeldung gebeten unter fon: 03571 6042 67
Historischer Rückblick: Drais' Draisine
Am 11. Juni 1817 stellte der badische Forstmeister Karl Wilhelm Friedrich Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn seine einspurige Laufmaschine vor,
eine Art Tretrad bei dem man sich mit den Füßen vom Boden abstoßen musste. Drais' Draisine erreichte 15 km/h und war damit viermal schneller als
die damals übliche Pferdepost.
Freiherr Drais war ein Sonderling, seine Neigungen lagen auf dem Gebiet der Mechanik. Sein Denken und Streben war, Mobile zu
erfinden, die lediglich durch die Muskelkraft des Fahrenden in Betrieb gesetzt und gelenkt werden konnten. Drais wollte mit seinem als 'Veloziped'
bezeichneten Fahrzeug den Verkehr revolutionieren. Am 10. Dezember 1851 starb der geniale Erfinder Drais in einer armseligen Mansarde in Karlsruhe.
Das von der ursprünglichen Draisine abweichende vierrädrige Fahrzeug wird heute vor allem auf Eisenbahnstrecken eingesetzt. Der
Name wurde übernommen, weil ein gewisser Bernard aus Wien 1837 für Schienentransporte zunächst ein Zweirad vorschlug, dass durch Muskelkraft
fortbewegt wurde.
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