| Energiefabrik Knappenrode: Lausitzer Bergbaumuseum |
Ausstellung 'Wohnen vor dem Werktor'
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Sumpfland, Heide und Kiefernwälder, dazwischen Heidedörfer - das war die Lausitz vor 150 Jahren. Darunter lagerte die Kohle. Mit der Erschließung der reichen Braunkohleflöze entstanden Bahnstrecken, Tagebaue und Brikettfabriken. Wie 'Kathedralen der Arbeit' ragten die backsteinernen Industriebauten aus der Ebene. Direkt vor den Fabriktoren entstanden Wohnsiedlungen.
Das Werk war mehr als nur ein Ort der Arbeit. Gesundheitliche Betreuung, Bildung und Vereinsarbeit wurden durch das Werk organisiert, dem Werk gehörten die Wohnungen und Gärten, man kauft in werkseigenen Läden, man badete samstags in der Betriebskaue und feierte im Kulturhaus des Werkes. Das Werk bestimmte Inhalt und Rhythmus des Lebens. Die Uhren im Ort wurden nach der Fabriksirene gestellt und selbst der Boden, in dem man begraben wurde, gehörte dem Werk.
'Das Werk war alles ...' (H. Kockrick, Knappenrode) |